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descriptionNackte Haut
Unsere äußere Schutzhülle ist nicht nur als Sinnesorgan lebenswichtig – die Haut hilft Wasserhaushalt und Temperatur zu regulieren. Sie ist unser größtes Organ.
descriptionHände mit Cremeflasche
Abgestimmt auf den Hauttyp, unterstützt gezielte Pflege die Haut in ihrer Schutzfunktion, hält sie gesund und schön. Auch die Ernährung spielt eine Rolle.
descriptionKopflaus
Verschiedene Krankheitserreger greifen die Haut von außen an. Neben Pilzen, Viren und Bakterien können auch Parasiten zu Hautproblemen führen.
descriptionGesicht mit Akne, Wattepad
Oft sind Hautveränderungen Anzeichen einer Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe. Hormone und Immunsystem sind zusätzlich beteiligt.
descriptionStirnglatze
Nagelveränderungen, Haarausfall und übermäßiges Schwitzen: keine schlimmen Krankheiten, aber belastend. Die Probleme lassen sich oft nicht beheben, nur reduzieren.
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Haare, Nägel und Schweißdrüsen im Visier

Haare, Nägel und Schweißdrüsen haben eine Gemeinsamkeit: Es sind Hautanhangsgebilde. Diese mit der Haut verbundenen Strukturen können verschiedenen Störungen unterworfen sein – Haarausfall und übermäßiges Schwitzen sind darunter sicherlich besonders belastend. Gezielte Behandlung mit speziellen Wirkstoffen, aber auch Vitamine und Spurenelemente unterstützen die Haut dabei, in diesem Bereich wieder ausgeglichener zu funktionieren.

Im Überblick



Haarausfall

Haarausfall ist ein ganz normaler Vorgang. Jeder Mensch muss täglich aufs Neue „Haare lassen“. Alte Haare werden abgestoßen, neue wachsen nach. Wenn der Haarausfall über einen längeren Zeitraum nicht mehr durch nachwachsende Haare ausgeglichen werden kann, kommt es zur Haarlosigkeit oder Alopezie. Laut Definition fehlen dann mindestens 60 Prozent der ursprünglichen Haarpracht.

Ursachen und typische Beschwerden


Haarausfall kann viele Ursachen haben. In 95% der Fälle sind hormonelle und erbliche Faktoren dafür verantwortlich. Man unterscheidet folgende Erscheinungsformen:
  • Hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)
  • Diffuser Haarausfall.
Hormonell-erblicher Haarausfall

Der hormonell-erbliche Haarausfall tritt bei Männern und Frauen auf. Ursache ist eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Testosteron (männliches Geschlechtshormon). Dadurch kommt es zu frühzeitigem Haarverlust. Je später der Haarausfall einsetzt, desto langsamer ist der Verlauf. Der Haarausfall beginnt bei Männern in der Regel als Geheimratsecken, in fortgeschrittenem Stadium lichtet sich das Haar zusätzlich am Hinterkopf (Tonsur). In der nächsten Phase dünnt auch der Scheitelbereich aus und die kahlen Stellen fließen zusammen. Das Kopfhaar beschränkt sich nun auf ein hufeisenförmiges Haarband. Auch bei Frauen findet man männliche Geschlechtshormone (Testosteron), normalerweise aber nur in geringem Umfang. Durch Störungen des hormonellen Gleichgewichts (z.B. Wechseljahre, bestimmte Krankheiten) bzw. Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Testosteron kann der Einfluss der männlichen Geschlechtshormone allerdings stärker werden. Wenn Frauen vom hormonell-erblichen Haarausfall betroffen sind, fallen die Haare entlang des Scheitels aus. Bei Frauen ist der gesamte Verlauf langsamer und meist nicht so schwer.

Kreisrunder Haarausfall


Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia areata) kommt häufig bei Allergikern, Diabetikern oder Schilddrüsenpatienten vor. Daneben beobachtet man auch eine familiäre Häufung (mehrere Fälle innerhalb einer Familie). Er ist die zweithäufigste Form des Haarausfalls. Dabei bilden sich ohne ersichtlichen Grund scharf begrenzte kleine Kahlstellen am Kopf, nur selten wird der ganze Kopf oder Körper befallen. Bei vielen Betroffenen wachsen nach Wochen oder Monaten spontan wieder neue Haare. Manchmal ist der Haarverlust allerdings auch bleibend. Die Ursachen für den kreisrunden Haarausfall sind noch unklar. Als Auslöser werden Störungen des Immunsystems oder psychische Gründe diskutiert.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar insgesamt aus. Als Ursachen kommen beispielsweise in Frage:
  • Stress
  • zunehmendes Alter
  • Mangelerscheinungen durch Fehlernährung (z.B. Eisenmangel)
  • hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Geburt, Einfluss von Hormonpräparaten, Wechseljahre)
  • Infektionen, Immunschwäche
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Einnahme bestimmter Medikamenten (z.B. Lipidsenker, Zytostatika, Schilddrüsenmittel, bestimmte Blutdrucksenker).
Wenn es gelingt die Ursache zu behandeln, wachsen die Haare beim diffusen Haarausfall wieder nach. Eisenmangel oder hormonelle Störungen können beispielsweise korrigiert werden. Alterungsprozesse kann man dagegen nicht verhindern, möglicherweise aber durch gesunde Lebensweise, die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen und fachgerechte Körper- bzw. Haarpflege verlangsamen.
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Tipps zur Selbstmedikation

Wenn der Haarausfall über einen längeren Zeitraum ohne ersichtlichen Grund anhält, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen


Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Arzneimittel überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zur äußeren Anwendung können Wechselwirkungen zeigen.
Medizinische Haarwasser werden im Allgemeinen gut vertragen. Sie dürfen allerdings nicht von Minderjährigen angewendet werden. Aufgrund des hohen Alkoholanteils kann es beim Auftragen zu einem kurzfristigen Brennen und zu einer Rötung der Kopfhaut kommen. Während der Anwendung kann die Kopfhaut eher fettiger als trockener werden. Hinweise zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie unter kreisrundem Haarausfall leiden
  • der Haarausfall stark und ohne ersichtlichen Grund auftritt
  • Sie aufgrund hormoneller Störungen behandelt werden und es dadurch zu Haarausfall gekommen ist.

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Hilfe aus der Apotheke

Die Behandlung von Haarausfall richtet sich stark nach Typ und Ursache des Haarausfalls. Auch gibt es zu Beginn eines Haarausfalls bessere Behandlungsmöglichkeiten als für Menschen mit einer voll ausgebildeten Glatze.

Medizinische Haarwasser

Medizinische Haarwasser eignen sich zur Behandlung leichter Formen des hormonell bedingten Haarausfalls. Sie enthalten die Wirkstoffe Alfatradiol oder Minoxidil. Je nach Wirkstoff werden die Haarwasser ein- bis zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen. In jeder Packung finden sich geeignete Applikatoren, um auch kleinere Stellen behandeln zu können.

Vitamine und Co.

Es gibt Vitamine, Spurenelemente und ähnliche Stoffe, die das Wachstum der Haare unterstützen. Dazu zählen das Haar- und Hautschutzvitamin Biotin (Vitamin H), Thiamin (Vitamin B1) und Pantothensäure (Vitamin B5), die Spurenelemente Zink und Eisen, Hirseextrakte und Cystein.

Haare wachsen sehr langsam. Daher ist es notwendig Haarausfall langfristig zu behandeln, also mindestens drei Monate. Nur durch die kurmäßige Anwendung mit den entsprechenden Produkten kann dann das Haarwachstum gefördert werden und sichtbare Erfolge erzielt werden.

Wenn der Haarausfall durch Eisenmangel verursacht wurde, hilft eine ausgewogene Ernährung, eventuell kombiniert mit Eisenpräparaten. Liegen Schilddrüsenerkrankungen vor, bessert sich der Haarausfall bei Behandlung dieser Erkrankung durch einen Arzt.

Es gibt viele Mittel, die bei diffusem Haarausfall oder bei Haarwachstumsstörungen empfohlen werden. Leider gibt es noch nicht ausreichend wissenschaftliches Datenmaterial, um die Wirksamkeit von allen bei Haarausfall zu beweisen.
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Homöopathie bei Haarausfall

Homöopathische Mittel haben in der Regel keine Nebenwirkungen. Sie werden je nach Ausprägung der Symptome und dem Allgemeinzustand des Patienten verordnet.
  • Bei trockenem oder nässendem, chronischem Ekzem: Graphites
  • Bei jungen Menschen, juckend, nach Erschöpfung: Silicea
  • Bei Frauen: in den Wechseljahren, juckende Kopfhaut: Sepia
  • Nach Arzneimittelgebrauch, bei Allergien: Okoubaka

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Die Nägel – Gesundheit mit Hand und Fuß

Brüchige, verfärbte und eingewachsene Finger- oder Zehennägel: Was in erster Linie als optisches Problem wahrgenommen wird, kann viele Ursachen haben.

Unsere Hände sind längst mehr als nur ein Werkzeug unseres Körpers: Gepflegte und schöne Fingernägel sind ein Zeichen für Gesundheit und Schönheit. Wir schneiden und feilen Nägel, cremen und pflegen unsere Hände. Umso schlimmer, wenn verfärbte, rissige und verletzte Nägel dann die Optik stören.

Unsere Füße erfahren meist wesentlich weniger Beachtung: Die meiste Zeit des Tages verstecken wir sie in engen Schuhen. Dabei ist die regelmäßige Fuß- und Nagelpflege mindestens ebenso wichtig, wie die Sorge um unsere Hände. Denn auch unsere Füße erbringen täglich Höchstleistungen.
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Erkrankungen der Nägel

Der menschliche Nagel wächst etwa zwei Millimeter pro Woche. Das Nagelorgan besteht aus dem harten, hornigen Nagelkörper, der auf dem Nagelbett liegt. Im hinteren Teil, der Nageltasche, liegen Nagelwurzel und Nagelmatrix. Die Matrix ist für die Bildung der Nagelplatte verantwortlich.

Wird die Nagelmatrix verletzt, wachsen diese Verletzungen mit dem Nagel nach vorne aus. Häufige Veränderungen der Nägel sind Rillen, Verfärbungen, Brüchigkeit, Einwachsen, Entzündungen und Nagelmykosen, also Pilzerkrankungen der Nägel.
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Verfärbungen des Nagels

Verfärbungen der Nägel entstehen meist durch äußere Ursachen wie den Kontakt mit Nikotin, Putzmitteln oder anderen Chemikalien. Selten sind Verfärbungen der Nägel aufgrund der Einnahme von Medikamenten.

Um Verfärbungen zu vermeiden, sollten Sie beim Putzen und Abspülen Haushaltshandschuhe tragen und auf milde Reinigungsmittel achten. Verfärbungen durch Rauchen oder Putzmittel lassen sich meist leicht mit Zitronensaft entfernen. Massieren Sie hierfür die verfärbten Stellen mit einer halben Zitrone. Durch die Säure wird die Oberfläche wieder hell und das Nagelhäutchen weich.

Eine braunschwarze oder bläuliche Verfärbung unter dem Nagel entsteht häufig durch eine Blutung oder einen Bluterguss unterhalb der Nagelplatte. Die Ursache hierfür kann eine Quetschung sein – bei den Zehennägeln zum Beispiel durch zu enges Schuhwerk oder auf den Fuß gefallene Gegenstände. Im Laufe der Zeit wächst der Fleck mit dem Nagel raus.

Falls Sie sich nicht verletzt oder gequetscht haben, sollte der betroffene Nagel einem Hautarzt gezeigt werden, um auszuschließen, dass es sich bei der Verfärbung um einen bösartigen Hauttumor, das maligne Melanom, handelt.

Grundsätzlich lässt die Farbe des Nagelbettes Rückschlüsse auf die Sauerstoffsättigung des Blutes zu. So verfärbt sich das Nagelbett beispielsweise bei Sauerstoffmangel bläulich.

Auch bei Pilzerkrankungen der Nägel kommt es zu Verfärbungen. Die Nagelplatte verfärbt sich zunächst am Rand, wird gelbbraun und krümelig. Meist sind die Fußnägel betroffen. Begünstigt wird die Entstehung des Nagelpilzes durch Durchblutungsstörungen, übermäßiges Schwitzen an den Füßen, ungeeignetes Schuhwerk oder Verletzungen bei der Pediküre.

In der Apotheke erhalten Sie gut wirksame Mittel gegen Nagelpilz. Zur Diagnose wenden Sie sich bitte an Ihren Hautarzt.

Vereinzelte weiße Punkte oder Streifen auf den Nägeln sind in der Regel harmlos. Die Ursache sind meist kleine Verletzungen, Nägelkauen oder zu starkes Zurückschieben des Nagelhäutchens bei der Maniküre. Sind mehrere Nägel betroffen, kann das auch auf Kalzium- oder Zinkmangel hinweisen.

Achten Sie auf die richtige Pflege Ihrer Nägel. Kalzium- und Zinkmangel kann durch eine ausgewogene Ernährung und die Einnahme entsprechender Präparate aus der Apotheke ausgeglichen werden.

Lesen Sie mehr: Vitalstoffe für gesunde Haut, Haare und Nägel.

Als „Ölflecken“ werden scharf begrenzte Verfärbungen bezeichnet, die durch die Nagelplatte schimmern. Sie können an einem oder auch an mehreren Nägeln und sowohl am Rand der Nagelplatte als auch in der Mitte auftreten. „Ölflecken“ auf den Nägeln sind ein typisches Zeichen für Schuppenflechte. Verursacht werden sie durch Entzündungen auf dem Nagelbett, die dazu führt, dass sich die Nagelplatte dort ablöst.
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Brüchige, weiche und abgesplitterte Nägel

Zu häufiges Waschen, der Kontakt mit stark entfettenden Substanzen, Haushaltschemikalien und Waschmitteln machen die Nägel brüchig und weich. Auch häufiges Lackieren und Nagellackentferner schaden. Seltener sind Kalzium-, Eisen- oder Vitaminmangel die Ursache. Gelegentlich treten brüchige oder weiche Nägel bei Durchblutungsstörungen oder einer Schilddrüsenfehlfunktion auf.

Abgesplitterte Nagelränder entstehen durch den Kontakt mit stark entfettenden Seifen, Reinigungsmitteln oder Nagellack. Auch starke mechanische Belastungen, beispielsweise bei der Hausarbeit, lassen die Nägel splittern. Seltener ist Eisenmangel die Ursache.

Bei brüchigen, weichen und abgesplitterten Nägeln sollten Sie den Kontakt mit schädigenden Substanzen vermeiden. Verwenden Sie beim Putzen und Abspülen immer Haushaltshandschuhe und achten Sie auf milde Reinigungsmittel. Brüchige oder gespaltene Nägel sollten immer möglichst kurz gehalten werden. Ein Vitamin-, Kalzium-, Eisen- oder Zinkmangel kann durch entsprechende Präparate aus der Apotheke ausgeglichen werden.

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Nagelwachstumsstörungen

Wachstumsstörungen der Nägel können sich in Form von Tüpfelungen (bei Schuppenflechte) oder Querrillen bemerkbar machen.

Lesen Sie mehr: Homöopathische Mittel bei Wachstumsstörungen von Nägeln und Haaren.
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Furchen und Rillen

Stecknadelkopfgroße, vereinzelte Grübchen auf der Nagelplatte entstehen durch die Ablösung von Hornzellen auf der Nageloberfläche. In der Regel sind diese Erscheinungen harmlos und nicht krankhaft.

Zahlreiche, etwa ein bis zwei Millimeter große Grübchen in der Nagelplatte an beiden Händen und/oder Füßen hingegen entstehen häufig bei Schuppenflechte, Ekzemen oder kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata). Man nennt diese Erscheinung „Tüpfelnägel“.

Furchen in der Nagelplatte sind meist harmlos und ohne Krankheitswert. Leichte Längsfurchen entstehen häufig in fortgeschrittenem Alter und sind ungefährlich. Querfurchen, die fast alle Nägel betreffen und nicht wieder auswachsen, sollten hingegen mit dem Arzt abgeklärt werden. Hier könnte die Ursache eine Infektion oder Vergiftung sein.
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Eingewachsene Nägel

Eingewachsene Zehennägel entstehen meist durch falsche Nagelpflege und zu enges Schuhwerk. Auch ein generell zu breites Nagelbett begünstigt die Entstehung. Am häufigsten sind die großen Zehen betroffen. Wenn Nägel einwachsen, schiebt sich die Ecke der Nagelplatte seitwärts unter die Haut. Das führt zu einer schmerzhaften Wunde. Häufig kommt es zu einer bakteriellen Infektion mit starker Entzündung und Eiterung. Die Beschwerden können auch chronisch werden.

Bei der Behandlung eingewachsener Nägel helfen gelegentlich Nagelspangen, die man so lange tragen muss, bis die betroffene Stelle des Nagels herausgewachsen ist. Eine kleine Operation ist allerdings nicht immer zu umgehen. Der Arzt entfernt einen Teil des Nagels und der Nagelmatrix, damit der Nagel nicht erneut einwachsen kann. Die Operation erfordert einige Tage Nachbehandlung.

Bei Diabetes mellitus ist die richtige Fußpflege sehr wichtig. Lesen Sie hier, was Sie beachten sollten.

Tipp:
In Ihrer Apotheke finden Sie viele hilfreiche Mittel zur Nagelpflege und Nagelbehandlung. Ihr Apotheker berät Sie gerne.
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Schwitzen – gesund oder krank?

Schwitzen ist gesund. Denn durch Schwitzen reguliert unser Körper seine Temperatur. Wir schwitzen beim Sport, in der Sauna und bei heißen Außentemperaturen: Unser Körper passt auf, dass wir nicht überhitzen.

Doch auch in anderen Situationen kann es passieren, dass Hände und Achseln feucht werden. Bei psychischer Anspannung und Angst, aufgrund von Krankheiten oder wegen der Einnahme bestimmter Medikamente. Schweiß an sich ist relativ geruchlos. Den typischen Schweißgeruch erzeugen Körperbakterien, die ihn zersetzen.

Generell ist Schwitzen ein gesunder Mechanismus unseres Körpers. Einige Menschen schwitzen jedoch mehr als andere: Hyperhidrose, übermäßiges Schwitzen, ist eine Krankheit, die bei Betroffenen einen großen Leidensdruck erzeugt.
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Hyperhidrose – übermäßiges Schwitzen

Hyperhidrose ist eine Erkrankung, bei der die Betroffenen übermäßig schwitzen – unabhängig von Temperatur oder Jahreszeit. Je nach Form der Erkrankung schwitzen die Betroffenen entweder am ganzen Körper sehr stark oder – und das kommt wesentlich häufiger vor – das Schwitzen begrenzt sich auf bestimmte Körperstellen, etwa die Achseln, die Hände oder die Füße.

Sichtbare Schweißflecken, unangenehmer Geruch oder ständig nasse Hände – die meisten Betroffenen leiden sehr unter ihrer Erkrankung. Das kann so weit gehen, dass sie sich immer mehr zurückziehen und sozial isolieren. Teilweise hat das krankhafte Schwitzen aber auch andere Folgen: Dazu zählen häufigere grippale Infekte durch die Verdunstungskälte, vermehrte Harnweginfekte oder auch Hautinfektionen, denn die Bakterien können sich leichter auf feuchter Haut vermehren.

Die sogenannte primäre Hyperhidrose ist keine Folge von Krankheit oder der Einnahme bestimmter Medikamente. Ihre Ursache ist weitgehend unbekannt. Sie tritt meist lokal, also nur an den Händen, den Füßen, den Achseln oder der Stirn auf. Selten ist der ganze Körper betroffen. Für die sekundäre, wesentlich seltenere Form der Hyperhidrose können verschiedene Erkrankungen verantwortlich sein. Dazu zählen: Schilddrüsenüberfunktionen, neurologische Erkrankungen, krankhaftes Übergewicht, Diabetes mellitus oder psychische und psychiatrische Erkrankungen. Auch die Wechseljahre und verschiedene Medikamente wie Hormone oder Psychopharmaka können die Ursache sein.
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Therapie – Von Cremes bis zur Operation

Bei leichteren Formen der Hyperhidrose helfen äußerlich aufgetragene Antitranspirantien, die Aluminiumchlorid enthalten. Als Deo-Roller, Creme, Gel oder Puder auf die betroffenen Hautstellen aufgebracht, dringt der Wirkstoff in die Kanäle der Schweißdrüsen ein und verschließt sie. Erste Erfolge sollten sich nach einigen Wochen einstellen. Gelegentlich treten Nebenwirkungen wie Hautirritationen, Brennen und Jucken auf.

Auch die Iontophorese verschließt die Schweißdrüsen vorübergehend. Der Betroffene taucht Hände oder Füße in ein Wasserbad, durch das ein schwacher Gleichstrom fließt. Die Iontophorese kann auch unter den Achseln angewendet werden. Dafür werden feuchte Schwämme unter die Arme geklemmt. Entsprechende mobile Geräte erlauben es, die Behandlung zu Hause durchzuführen. Die Wirkungsweise dieser Methode ist wissenschaftlich bisher nicht geklärt.

Eine Injektion des Giftes Botulinumtoxin A blockiert die Nervenstimulation der Schweißdrüsen. Es wird kein Schweiß mehr gebildet. Der Arzt spritzt das stark verdünnte Gift mit vielen kleinen Stichen unter die Haut. Die Wirkung lässt allerdings häufig bereits nach etwa sechs Monaten wieder nach. Dann muss die Injektion wiederholt werden. Die Kosten der Therapie muss der Patient selbst tragen.

Bisher gibt es noch keine Medikamente zum Einnehmen, die ausschließlich die Schweißproduktion hemmen. Eine Therapie mit Beruhigungsmitteln oder Anticholinergika kann zwar wirksam sein, wird aber wegen der vielen Nebenwirkungen äußerst selten eingesetzt.

Tabletten mit Salbeiextrakt können laut Erfahrungsberichten in einigen Fällen helfen. Allerdings gibt es bisher keine kontrollierten Studien, die ihre Wirksamkeit beweisen. Dies gilt ebenso für die Wirkung spezieller homöopathischer Mittel. Da sie in der Regel keine Nebenwirkungen haben, können sie ergänzend zu anderen Therapien eingenommen werden.

Lesen Sie mehr:
Hier finden Sie homöopathische Mittel bei übermäßigem Schwitzen.

Operationen – die letzte Möglichkeit

Leidet der Patient sehr stark unter der Hyperhidrose, kann eine Operation das letzte Mittel der Wahl sein. Generell wird der Arzt eine Operation nur erwägen, wenn alle anderen Maßnahmen wirkungslos waren.

Bei starkem Schwitzen unter den Achselhöhlen können die Schweißdrüsen unter der Haut „abgeschabt“ (Subkutane axilläre Schweißdrüsenkürettage) oder „abgesaugt“ (Subkutane axilläre Schweißdrüsensaugkürettage) werden. Dabei werden auch die Nervenenden zu den Schweißdrüsen durchtrennt und die vermehrte Schweißproduktion gestoppt. Der Eingriff funktioniert ähnlich einer Fettabsaugung und wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Wenn nicht alle Schweißdrüsen erreicht wurden, beispielsweise am Rand der Achsel, kann die Hyperhidrose dort weiterhin auftreten.

Eine andere mögliche Operation: Das komplette Hautareal, auf dem sich die überaktiven Schweißdrüsen befinden, wird herausgeschnitten (Lokale axilläre Schweißdrüsenexzision). Der Vorteil dieser Operation: Die Hyperhidrose ist für immer gestoppt. Gegen diesen radikalen Eingriff hingegen sprechen die vielen Nebenwirkungen. Meist entstehen große, unschöne Narben, die Wundheilung kann gestört und die Beweglichkeit danach eingeschränkt sein. Dazu kommt, dass meist extrem große Hautflächen entfernt werden müssen. Häufig bleiben deshalb Hautstücke im Randbereich zurück – dort schwitzt der Betroffene weiterhin sehr stark.

Bei übermäßigem Schwitzen an anderen Stellen als den Achseln kann eine andere Operationsmethode notwendig werden – ganze Nervenstränge werden durchtrennt (Minimal-invasive Sympathektomie oder Sympathikusblockade). Neben allgemeinen operativen Risiken wie Infektionen, Blutungen oder Wundheilungsstörungen ist ein wesentlicher Nachteil, dass häufig kompensatorische Hyperhidrosen auftreten können. Das bedeutet, die Patienten schwitzen vermehrt an anderen Stellen den Körpers.  

Neben diesen etablierten Methoden gibt es auch Alternativmethoden, deren Wirksamkeit und langfristiger Erfolg bisher nicht nachgewiesen sind. Hierzu gehört auch das Mikrowellenverfahren, das einer Thermotherapie ähnelt. Hierbei wird von außen mithilfe eines speziellen Geräts Energie (Mikrowellen) appliziert. Durch die entstehende Hitze sollen die Schweißdrüsen zerstört werden. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten hierfür nicht.

Weitere Tipps: Das können Sie selbst tun
  • Rasieren Sie sich die Achselhaare, wenn Sie dort stark schwitzen – so reduzieren Sie unangenehmen Schweißgeruch.
  • Tragen Sie stets luftige Kleidung aus Baumwolle und vermeiden Sie Kunstfasern.
  • Tragen Sie Schuhe aus Leder und verzichten Sie auf Gummi- oder Kunststoffsohlen.
  • Verzichten Sie auf scharfe und heiße Speisen sowie auf koffeinhaltige und heiße Getränke.
  • Körperhygiene ist besonders wichtig. Achten Sie außerdem auf Antitranspirantien als Deodorant.
  • Rauchen Sie nicht.

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Glatze
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Beim hormonell-erblichen Haarausfall bilden sich zunächst Geheimratsecken. Später lichtet sich das Haar am Hinterkopf.
Fläschchen
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Medizinische Haarwasser eignen sich zur Behandlung des hormonell bedingten Haarausfalls. Sie werden ein- oder zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen.
Füße einer Frau
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Regelmäßige Fuß- und Nagelpflege ist besonders wichtig, denn unsere Füße werden täglich stark beansprucht.
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Verstärktes Schwitzen kann verschiedene Ursachen haben: etwa Nervenstörungen, Diabetes oder Schilddrüsenüberfunktion.