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descriptionNackte Haut
Unsere äußere Schutzhülle ist nicht nur als Sinnesorgan lebenswichtig – die Haut hilft Wasserhaushalt und Temperatur zu regulieren. Sie ist unser größtes Organ.
descriptionHände mit Cremeflasche
Abgestimmt auf den Hauttyp, unterstützt gezielte Pflege die Haut in ihrer Schutzfunktion, hält sie gesund und schön. Auch die Ernährung spielt eine Rolle.
descriptionKopflaus
Verschiedene Krankheitserreger greifen die Haut von außen an. Neben Pilzen, Viren und Bakterien können auch Parasiten zu Hautproblemen führen.
descriptionGesicht mit Akne, Wattepad
Oft sind Hautveränderungen Anzeichen einer Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe. Hormone und Immunsystem sind zusätzlich beteiligt.
descriptionStirnglatze
Nagelveränderungen, Haarausfall und übermäßiges Schwitzen: keine schlimmen Krankheiten, aber belastend. Die Probleme lassen sich oft nicht beheben, nur reduzieren.
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Die Haut – Multitalent mit Schutzfaktor

Mit einer Gesamtfläche von 1,5 bis 2 m² ist die Haut das größte Organ unseres Körpers. Als unmittelbare Kontaktstelle zur Umgebung fungiert sie als äußere Schutzhülle. Temperatur-, Schmerz- und Druckempfindung, Tasten und Fühlen sind ihre wichtigsten Aufgaben. Auch für die Regulation der Temperatur und des Wasserhaushaltes ist die Haut lebenswichtig.

Im Überblick



Funktion und Eigenschaften der Haut

Die Haut ist mit einer Gesamtfläche von 1,5-2 m² das größte Organ unseres Körpers und dient als unmittelbare Kontaktstelle zur Umgebung. Sie fungiert als äußere Schutzhülle, zur Regulation der Temperatur und des Wasserhaushaltes und als Sinnesorgan.
Die Farbe der Haut, ihre Beschaffenheit und auch ihre Falten gehören zu den individuellen Merkmalen eines Menschen. Man unterscheidet verschiedene Hauttypen, die eine unterschiedliche Hautpflege erfordern. Im Laufe unseres Lebens treten zunehmend Zeichen der Hautalterung auf.

Ursachen für Hautkrankheiten

Eine Vielzahl von Einflussfaktoren kann für Entstehung und Verlauf von Hautkrankheiten bedeutsam sein: Als Ursachen spielen genetische und hormonelle Faktoren, Einflüsse aus der Umwelt oder Infektionen eine Rolle. Auch die Ernährung beeinflusst den Zustand der Haut, vor allem dann, wenn Allergien vorliegen.

Die Haut - Spiegel der Seele

In der psychosomatischen Medizin gilt die Haut auch als "Spiegel der Seele": Ob der Körper nun seelische Konflikte mittels Haut an die Oberfläche bringt oder Hauterkrankungen belastende Auswirkungen auf die Betroffenen haben - Fakt ist, dass bestimmte Krankheitsbilder der Haut durch psychischen Stress verstärkt werden können, z. B. Neurodermitis und Schuppenflechte.

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Die Hautschichten

Die Haut des Menschen lässt sich in drei Schichten mit unterschiedlichen Funktionen unterteilen:
  • Oberhaut (Epidermis)
  • Lederhaut (Dermis, Corium)
  • Unterhautfettgewebe (Subcutis).
Oberhaut und Lederhaut zusammen bezeichnet man als Cutis. Sie hat ein Gesamtgewicht von 3-4 kg und ist 3-5 mm dick. Die Haut auf Hand- und Fußsohlen nennt man Leistenhaut; sie ist unbehaart, der Rest des Körpers ist mit der sogenannten Felderhaut bedeckt.
Eingebettet in die drei Hautschichten sind die sogenannten Hautanhangsgebilde: Dazu zählen Drüsen, Haare und Nägel.

Außerdem durchziehen Blut- und Lymphgefäße, Nervenfasern, Rezeptoren für Wärme und Berührung die Haut.

Die Oberhaut (Epidermis) dient dem Körper als Grenze zur Umwelt. Sie besteht aus einem mehrschichtigen System übereinander gelagerter Hautzellen (Keratinozyten) in verschieden Verhornungsstadien. Ganz außen liegt die Hornschicht (Stratum corneum) der Haut, ein Gebilde aus abgestorbenen, verhornten Zellen (Korneozyten). Diese Hornzellen entwickeln sich aus den Basalzellen in der untersten Zellschicht der Epidermis; dabei wandern die Zellen langsam nach außen und verändern durch Verhornung ständig ihre Form und Funktion. Ein Prozess, der zirka 28 Tage dauert.

Drei weitere Gruppen von Zellen, die sich in der Epidermis befinden sind:
  • Die Melanozyten versorgen die Hornzellen mit dem Hautfarbstoff Melanin.
  • Merkelzellen (Mechanorezeptoren) vermitteln Berührungsreize ans Gehirn.
  • Langerhans-Zellen können die Immunreaktion in Gang bringen und spielen z.B. beim allergischen Kontaktekzem eine wichtige Rolle.
Im Gegensatz zur Oberhaut besteht die Lederhaut (Dermis, Korium) aus gut durchblutetem Bindegewebe, das sich in zapfenförmigen Ausläufern fest an die Basalmembran der Oberhaut bindet. In der Dermis sitzen auch Nerven und weitere Rezeptoren, die Empfindungs-und Temperaturreize verarbeiten, z. B. die vibrationsempfindlichen Vater-Pacini-Körperchen: Sie sind die empfindlichsten Tastrezeptoren des Körpers. Weiterhin finden sich hier die Schweißdrüsen sowie die Haarwurzeln mit den Talg- und Duftdrüsen.

Die Hautfaserzellen (Fibroblasten) durchziehen die Lederhaut mit einem Geflecht aus stützenden Kollagen- und dehnbaren Elastinfasern. Eine Vielzahl von Abwehrzellen befindet sich in der Lederhaut, z. B. Fresszellen (Histiozyten) und Mastzellen (Mastozyten), die zu den weißen Blutkörperchen gehören.

Die Unterhaut (Subcutis) ist reich an Fettzellen, eingebettet in lockeres und dehnbares Bindegewebe, der Übergang zur Lederhaut ist fließend. Die Subcutis dient dem Körper als Wasser- und Energiespeicher, zur Wärmeisolation und schützt vor mechanischen Reizen. Je nach dem Ernährungszustand eines Menschen kann die Dicke der Unterhaut stark variieren. Hier verlaufen größere Lymph- und Blutgefäße sowie Nervenbahnen. Auch Haarwurzeln können bis in die Unterhaut reichen.

Haare
Jeder Mensch kommt mit etwa zwei Millionen Haaren zur Welt, nur 80.000 bis 140.000 davon bilden das Kopfhaar. Haare können Sinneseindrücke vermitteln, sie reagieren z. B. auf Kälte oder Berührung. Ein Haarfollikel (Haarbalg) besteht aus dem von außen sichtbaren Haarschaft und der in der Lederhaut verankerten Haarwurzel und Haarmuskel. In den Haarfollikel mündet eine Talgdrüse.

Nägel
Nägel bieten den empfindlichen Kuppen an Fingern und Zehen Schutz vor Verletzungen, außerdem spielen sie als Kratz- oder Ritzwerkzeuge eine Rolle. Der Nagel besteht aus einer dichten Hornschicht, die sich aus der Nagelwurzel (Matrix) heraus erneuert. Fest verbunden mit dem gut durchbluteten Nagelbett, wächst die Nagelplatte in Richtung Zehen- oder Fingerkuppe. Die Wachstumsphase eines kompletten Nagels beträgt 3-6 Monate.

Talg und Schweiß
Die Talgdrüsen bilden den Talg (Sebum), eine Mischung aus verschiedenen wasserunlöslichen Stoffen, sogenannten Lipiden. Zum Schutz von Haut und Haar gelangt der Talg über die Haarfollikel an die Hautoberfläche. Die Schweißdrüsen sondern Schweiß ab, um durch Verdunstungskälte die Körpertemperatur zu regulieren. Circa drei Millionen Schweißdrüsen verteilen sich auf der Körperoberfläche. Schweiß ist leicht sauer, er besteht zu 99 Prozent aus Wasser, enthält verschiedene Salze, Säuren, Ammoniak und Harnstoff.

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Die Funktion der Haut

Die Haut ist ein vielfältiges Organ: Als Teil des Stoffwechsels kann sie z. B. Energie und Wasser bevorraten, Fette, Mineralien oder Wirkstoffe aus Arzneien aufnehmen, Vitamin D bilden, Abfallprodukte oder Salze des Körpers über den Schweiß wieder abgeben, die Körpertemperatur regulieren.

Als Sinnesorgan liefert sie unserem Körper wichtige Informationen über Wärme und Kälte, Tasten, Berührung oder Schmerzen. Das Abwehrorgan Haut schmettert Angriffe von Außen ab – Krankheitserreger, mechanische Verletzungen, chemische Stoffe, UV-Strahlen. Oft unbewusst ist ihre psychische und soziale Funktion: Gefühlsregungen, Körperausdruck und Körperkontakt laufen auch über die Haut ab, z. B. die „Schamesröte“.

Die Haut – ein mit Säure und Fett imprägnierter „Mantel“

Mit der Produktion von Talg und Schweiß bildet die Haut eine natürliche Barriere gegen Krankheitserreger: den Säureschutzmantel der Haut. Der pH-Wert dieses Schutzfilms schwankt zwischen 4,5 und 6,9. Der Schweiß transportiert auch Abfallprodukte des Körpers nach außen. Die im Talg enthaltenen Lipide wirken einerseits abweisend gegen chemische Stoffe und Wasser, andererseits erhalten sie den Feuchtigkeitsgehalt der Haut als Bestandteil im sogenannten Hydrolipidfilm: Das komplexe Gemisch schützt die Haut vor chemischen Einwirkungen – es besteht aus Schweiß, Talg, Duftdrüsensekret und dem Hornzellkitt, der bei der Hauterneuerung entsteht.

Das Waschen mit alkalischer Seife z. B. kann diese natürliche Balance stören, die Haut „reizen“. Bei Hautkrankheiten wie beispielsweise der Neurodermitis ist der schützende Mantel defekt. Deshalb sollten sich Menschen mit trockener, empfindlicher Haut – besonders bei Neurodermitis – nur mit pH-neutralen, rückfettenden Substanzen waschen.

Schutz vor Hitze und Kälte

Schädliche UV-Strahlung kann die Haut bis zu einem gewissen Maß über verstärkte Aktivität der Pigmentzellen mit dem Hautfarbstoff Melanin abwehren: Die Haut bräunt sich und zusätzlich verdichtet sich die Hornschicht zur Lichtschwiele: Tieferliegende Hautschichten werden so vor schädlichen UV-Strahlen geschützt.
Bei warmen Außentemperaturen oder Fieber stellen sich die Blutgefäße weit und die Haut wird besser durchblutet. Außerdem beginnt man zu schwitzen, um den Körper zu kühlen. Bei Kälte verengen sich die Gefäße, um den Wärmeverlust über die Haut gering zu halten.

Tipp:
Schützen Sie Ihre Haut vor Austrocknung und Umwelteinflüssen. Ihre Apotheke hält geeignete Pflegeprodukte für Sie bereit.
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Fettig oder trocken – Die verschiedenen Hauttypen

Für den Hautzustand (Hauttyp) ist die Talgproduktion entscheidend. Hauptsächlich regen Hormone die Talgdrüsen zur Talgbildung an. Grob lassen sich vier Hauttypen unterscheiden:
  • normale Haut
  • fettige Haut
  • trockene bis sehr trockene Haut
  • empfindliche Haut
Der Hautzustand eines Menschen kann je nach Körperregion ganz unterschiedlich sein, mit trockenen, normalen oder fettigen Hautpartien. Im Laufe eines Lebens verändert sich der Hautzustand permanent. Während Kleinkinder eine empfindliche Haut haben, neigen Jugendliche in der Pubertät zu fettiger Haut. Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion der Sexualhormone ab, die Haut wird trocken und fettarm.

Fettige Haut (Seborrhoe)
Bei vermehrter Talgbildung (Seborrhoe) bildet die Haut einen glänzenden Fettfilm, ist verdickt und grobporig. Talg und Schweiß können die Poren verstopfen; damit steigt die Gefahr, dass Bakterien und Pilze die Ausläufer der Schweißdrüsen besiedeln. Die fettige Haut ist der Ausgangspunkt für Pickel und Mitesser.

Trockene Haut (Sebostase)

Durch verminderte Talgbildung (Sebostase) entsteht trockene, empfindliche Haut. Es fehlen Fett und Feuchtigkeit des schützenden Hydrolipidfilms. Die Haut schuppt leicht, fühlt sich spröde an und reagiert sehr empfindlich auf äußere Reize wie Kälte oder trockene Heizungsluft. Allergien und Ekzeme führen vermehrt zu empfindlicher, trockener Haut.

Tipp:
Geeignete Produkte zur Pflege trockener oder fettiger Haut erhalten Sie in Ihrer Apotheke.
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Nasse Haut
© iStockphoto
Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie dient als Schutzhülle gegen die äußere Umgebung sowie als Sinnesorgan und hilft bei der Regulation von Temperatur und Wasserhaushalt.
Grafik: Aufbau der Haut
© Shutterstock
Die oberste Schicht der Haut ist die Epidermis oder Oberhaut. Darunter liegen Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subcutis). Haare, Nägel, Talg- und Schweißdrüsen sind als Hautanhangsgebilde darin eingebettet.
Trockene Haut
© iStockphoto
Der Hauttyp hängt von der Talgbildung ab. Er ändert sich im Lauf des Lebens und unterscheiden sich je nach Körperbereich.
Grafik: Talgbildung je nach Lebensalter
© vitanet GmbH
In der Pubertät erreicht die Talgbildung der Haut ihren Höhepunkt. Daher kommt es in dieser Lebensphase vermehrt zu Akne.