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Richtig den Blutzucker messen



Wenn Sie unter Diabetes mellitus leiden und selbst Ihren Blutzucker messen, sollten Sie einige Dinge beachten. Bitte berücksichtigen Sie außerdem die Gebrauchsanleitung Ihres Blutzuckermessgeräts.


Blutzucker messen in Nahaufnahme © iStock

So gehen Sie beim Blutzuckermessen am besten vor:

  • Legen Sie alle Utensilien, die Sie zum Messen Ihres Blutzuckers benötigen, bereit: Blutzuckermessgerät, Teststreifen, Stechhilfe mit Lanzette, Tagebuch und Kugelschreiber.
  • Waschen Sie sich vor dem Blutzuckermessen die Hände mit warmem Wasser und Seife, trocknen Sie danach die Hände gut ab. Desinfektionsspray oder Alkohol sind nicht notwendig.
  • Entnehmen Sie den Teststreifen immer nur mit trockenen Fingern und verschließen Sie das Röhrchen gleich wieder. Verwenden Sie keine Teststreifen mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum.
  • Die meisten benutzen zum Blutzuckermessen die vordere Fingerkuppe, dabei ist das Stechen an der seitlichen Fingerkuppe am wenigsten schmerzhaft.
  • Benutzen Sie zum Messen Ihres Blutzuckers am besten den dritten bis fünften Finger und schonen Sie Daumen und Zeigefinger, die Sie im Alltag häufig benötigen.
  • Lassen Sie vor dem Stechen Blut in den Finger fließen – zum Beispiel durch „Ausschütteln“ der Hand nach unten oder leichtes Massieren. Dadurch müssen Sie nicht so tief stechen.
  • Sogenannte Stechhilfen können die Blutentnahme erleichtern, weil das Stechen automatisch ausgelöst wird.
  • Verwenden Sie Lanzetten nur einmal. Eine benutzte Lanzette ist nicht mehr steril und birgt die Gefahr einer Infektion, wenn Sie sie noch einmal benutzen. Außerdem verbiegt sich die Lanzette beim Einstechen und wird stumpf, wodurch zusätzlich die Haut verletzt werden kann.
  • Um den Blutstropfen zu gewinnen, drücken Sie bitte nur leicht. Durch zu festes Drücken können die Blutwerte verfälscht werden.
  • Wie Sie das Blut auf den Teststreifen aufbringen, hängt vom jeweiligen Messsystem ab. Hier sollten Sie genau die Anleitung beachten.

Blutzuckermessgeräte

Mittlerweile ist eine Vielzahl von Blutzuckermessgeräten auf dem Markt. Dabei liegt die Messgenauigkeit guter Blutzuckermessgeräte bei zehn bis 15 Prozent Abweichung zum Laborblutzucker. Überprüfen Sie regelmäßig die Genauigkeit Ihres Messgeräts durch eine Parallelmessung mit einem Laborgerät. Außerdem muss die Codierung von Teststreifen und Messgerät übereinstimmen. Bei falscher Handhabung oder unter extremen Bedingungen – sehr niedrigen oder hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit oder Messung in großen Höhen – kann es zu Fehlmessungen kommen. Viele Blutzuckermessgeräte haben heute Speichermöglichkeiten für die gemessenen Werte, Datum, Uhrzeit und eventuell die BE-Menge, Insulindosierung sowie besondere „Events“ (Vorkommnisse).


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