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Sondennahrung – perfekt auf die Krankheit abgestimmt



Für die Zusammensetzung der Sondennahrung bei der künstlichen Ernährung ist wichtig, wie viel Energie und welche Nährstoffe der Betroffene genau benötigt. Doch nicht nur das – oft müssen Arzt und Diätassistent auch spezielle Krankheiten berücksichtigen.

Weniger Proteine und Kochsalz bei Leberinsuffizienz

Wenn zum Beispiel die Leber – etwa infolge einer Leberentzündung oder von Alkoholmissbrauch – nicht mehr richtig funktioniert (Leberinsuffizienz), muss der Anteil an Proteinen, Kochsalz und Flüssigkeit in der Sondennahrung reduziert werden. Diese speziell veränderte Nahrung wird sowohl als Sondenkost als auch als Trinknahrung angeboten.

Niereninsuffizienz: Sondennahrung wird den Elektrolytwerten angepasst

Bei einer Niereninsuffizienz werden bestimmte Stoffwechselprodukte nur noch eingeschränkt ausgeschieden – zum Beispiel Mineralstoffe wie Kalium, Natrium oder auch Phosphat. Bei der Zusammensetzung der Nahrung entscheidet der Arzt zwischen dialysepflichtigen und nicht dialysepflichtigen Patienten. Beispielsweise muss der Gehalt an Proteinen und Elektrolyten bei Nierenkranken ohne Dialyse recht niedrig sein. Im Gegensatz dazu haben Dialyse-Patienten aufgrund ihres hohen Eiweißverlustes einen besonders hohen Eiweißbedarf. Bei allen Patienten mit Niereninsuffizienz muss der Arzt die Elektrolyte häufig kontrollieren und die künstliche Nahrung entsprechend anpassen.

Bei Diabetes mellitus sind einfach ungesättigte Fettsäuren in der Sondennahrung wichtig

Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist eine optimale Blutzuckereinstellung das wichtigste Ziel bei der künstlichen Ernährung. Sowohl Überzuckerung als auch Unterzuckerung müssen vermieden werden. Der aus Soja- und Milcheiweiß gewonnene Proteinanteil beträgt bei einer Sondennahrung für Menschen mit Diabetes mellitus 15 Prozent und der Fettanteil 32 Prozent. Etwa 50 bis 55 Prozent der Gesamtenergie bestehen aus Kohlenhydraten. Zirka 30 Prozent dieser Kohlenhydrate sind Fruktose. Dabei entsprechen 100 Milliliter der Nährlösung einer Broteinheit (1BE).

In den letzten Jahren wurde der Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren bei Diabetes-Nährlösungen erhöht, da sie Fettstoffwechselstörungen, die häufig mit der Zuckerkrankheit einhergehen, positiv beeinflussen können.
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