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Spezielle Vitalstoffe – Prostatakrebs



Das Prostatakarzinom ist mittlerweile der häufigste bösartige Tumor bei Männern in den westlichen Industrieländern. In asiatischen Ländern dagegen ist diese Krebsart extrem selten, was auf die dortige fettarme, faser- und sojareiche Ernährung zurückgeführt wird. Soja enthält natürliche östrogenartige Substanzen, sogenannte Phytoöstrogene, die ähnlich wie Östrogene wirken. Ob diese Substanzen jedoch der einzige Grund für die geringe Häufigkeit des Prostatakrebses in diesen Ländern sind, ist noch unklar.

Folgende Vitamine und Spurenelemente spielen möglicherweise eine Rolle für die Vorbeugung:

Phytoöstrogene (Isoflavone):
Das Prostatakarzinom wächst hormonabhängig unter dem Einfluss von Testosteron. Phytoöstrogene können auf verschiedene Art und Weise dieses hormonabhängige Wachstum beeinflussen.

Vitamin E und Selen:
Eine erhöhte Zufuhr von Selen und Vitamin E ist derzeit nicht empfehlenswert. Beide Substanzen können das Risiko für Prostatakrebs erhöhen – eine entsprechende Studie musste abgebrochen werden, da vermehrt Prostatakarzinome auftraten. Weitere Studien zeigten jedoch auch positive Effekte. Die Fragen, die zurzeit ungeklärt sind, lauten: Wann und wie viel Selen und Vitamin E sollten verabreicht werden? Bis zur Beantwortung dieser Fragen kann keine Empfehlung gegeben werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe:
Sowohl Carotinoide als auch Flavonoide wirken antioxidativ, sie stimulieren das Immunsystem und bremsen das Tumorzellwachstum. Eine vielversprechende Studie Anfang der 2000er Jahre brachte hoffnungsvolle Ergebnisse zu diesen Substanzen. Jedoch zeigte sich 2007 in einer großangelegten Studie, dass eine hohe Beta-Carotinoid-Zufuhr das Risiko für ein aggressives Prostatakarzinom erhöht. Lycopene, eine weitere Stoffgruppe der Carotinoide, hatten keinen Einfluss auf die Prostatakrebsvorsorge.

Omega-3-Fettsäuren:
Beobachtungen zeigen ein deutlich geringeres Erkrankungsrisiko bei Personen mit hohem Konsum an Omega-3-Fettsäuren. Doch auch bei den Omega-3-Fettsäuren gehen die Studienergebnisse auseinander. Eine klare Empfehlung für eine vermehrte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren wird von Experten der wissenschaftlichen Medizin nicht ausgesprochen.

Bitte beachten Sie: Die Behandlung von Prostatakrebs sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.

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