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Die geriatrische Tagesklinik – zwischen ambulanter und stationärer Therapie



Wer zum Beispiel einen Schlaganfall erlitten hat, erreicht nach einiger Zeit ein Stadium, in dem eine akut-stationäre Behandlung im Krankenhaus nicht mehr nötig ist. Angenommen, die betroffene Person kann mithilfe eines Rollators wieder kurze Strecken gehen und sich mit Unterstützung einer Pflegekraft waschen und ankleiden, kann dann die Weiterbehandlung in einer geriatrischen Tagesklinik nächste sinnvolle Schritt in der Therapie sein.

Hände stützen sich auf Rollator. © Thinkstock

Selbstständigkeit fördern und Pflegebedürftigkeit verhindern

Die teilstationäre Versorgungsform in einer geriatrischen Tagesklinik ist ideal für Patienten, die nicht mehr stationär behandelt werden müssen, aber mehr benötigen als eine ambulante hausärztliche und physiotherapeutische Behandlung.

Eine Tagesklinik bietet die Chance, die Potenziale, zum Beispiel durch intensive Physiotherapie und Ergotherapie, weiter auszuschöpfen. So wird der Schlaganfall-Patient am Ende der Behandlung möglicherweise allein zur Toilette gehen, sich selbst ankleiden und ohne Hilfsmittel laufen können. Das bedeutet: Der Besuch der Tagesklinik fördert die Selbstständigkeit und kann Pflegebedürftigkeit verhindern.

Mehr Therapien, mehr Selbstständigkeit

Die Tagesklinik hat gegenüber der akut-stationären Behandlung zwei entscheidende Vorteile: Der Patient erhält mehr Therapien und hat die Möglichkeit, das Erlernte in seinem häuslichen Bereich auszuprobieren, wo er die Nächte und Wochenenden grundsätzlich verbringt. Zeigen sich Probleme in den eigenen vier Wänden, kann der Patient gleich am nächsten Tag zusammen mit dem therapeutischen Team Lösungen entwickeln.

Die Tagesklinik unterscheidet sich auch von einer ambulanten Reha: Die medizinische Behandlung ist intensiver. So können etwa aufwendig zu versorgende Wunden behandelt werden. Auch findet eine tägliche Visite statt.
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