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Katzenbart – Heilpflanze für Blut und Niere - Orthosiphon aristatus

Im Überblick




Die ausdauernde, krautige Pflanze besitzt einen vierkantigen Stängel und längliche Blätter mit grob gesägtem Rand. Sie wird 40 Zentimeter bis 80 Zentimeter hoch. Auf der hell-graugrünen Blattunterseite erkennt man die kräftig hervortretende Nervatur und drüsige Punktierung. Die blauen bis hellvioletten Lippenblüten sind in Quirlen angeordnet. Charakteristisch sind die auffallend langen Staubblätter. Diese erinnern an einen Katzenbart.

Medizinisch verwendet werden die kurz vor der Blüte gesammelten und getrockneten Blätter und Stängelspitzen.

Deutscher Name
: Katzenbart
Botanischer Name: Orthosiphon aristatus
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft: Tropen Asiens, Ostindien, SO-Asien, auch tropisches Amerika

Anwendungsgebiete von Katzenbart

  • Nierenerkrankungen wie Schwellung der Niere, Nierensand/-grieß und Nierensteine (Nephrolithias)
  • Infektionen der ableitenden Harnwege
  • Blasen- und Nierenschwäche
  • Bluthochdruck
  • Akuten und chronischen Harnwegsleiden
  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Bauchwassersucht (Ascides)
  • Gicht (Hyperurikämie)
  • Diabetes

Dosierung und Anwendung von Katzenbart

Tee:
2 bis 3 Teelöffel (etwa 2 Gramm) fein zerschnittene, getrocknete Orthosiphonblätter mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt stehen lassen und nach 15 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Auch Kaltansatz möglich.

Tagesdosis: 6 bis 12 Gramm Droge

Wirkungen

Getrocknete Orthosiphonblätter enthalten ätherisches Öl, Pflanzensäuren, Flavonoide, Saponine und Kaliumsalze. Beobachtet wird eine ausschwemmende, entzündungshemmende, schwach krampflösende und keimabtötende Wirkung, wobei diese bisher nicht einzelnen Pflanzeninhaltsstoffen zugeordnet werden konnten.

Hinweis

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte auf Orthosiphon verzichtet werden.

Keine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Auf alkoholische und koffeeinhaltige Flüssigkeiten sollte verzichtet werden.

Bei Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch immer wieder kehren, ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich!