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Gutartige Hauttumoren: Seborrhoische Keratose



Die seborrhoische Keratose wird auch als seborrhoische Warze, oder Alterswarze bezeichnet. Die anfangs flachen, hellbraun bis schwarz gefärbten Hautveränderungen treten vorwiegend am Oberkörper, an den Unterarmen, am Handrücken oder im Gesicht auf.


Seborrhoische Keratose (Alterswarzen) auf Rücken
© iStock
Seborrhoische Keratose auf dem Rücken einer Frau
Mit zunehmendem Lebensalter entwickeln fast alle Menschen mehrere seborrhoische Keratosen. Männer und Frauen sind dabei gleichermaßen betroffen. Die Hautveränderungen können im Laufe der Zeit ein sehr unterschiedliches Bild mit unregelmäßiger Oberfläche entwickeln: Manche wölben sich beerenartig aus der Haut hervor, sind zerklüftet oder gefedert. Auch ihre Farbe kann variieren.
Gemeinsam ist allen Alterswarzen, dass man sie gut von der umliegenden Haut abgrenzen kann. Streicht man mit dem Finger darüber, fühlen sie sich weich und fettig an. Sie machen den Eindruck, als wären sie auf der Haut „aufgeklebt“. In diesem Stadium werden sie gelegentlich mit malignen Melanomen (bösartigen Hauttumoren) verwechselt, die meistens im Gesicht, am Oberkörper sowie den Handrücken auftreten – also an Körperstellen, die im Laufe des Lebens häufig der Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Die seborrhoische Keratose ist aber harmlos: Sie entartet nicht zu bösartigen Hautveränderungen, sondern bleibt gutartig.

Treten plötzlich sehr viele und sehr schnell wachsende seborrhoische Keratosen auf, die von einem intensiven Juckreiz begleitet werden, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann ausschließen, dass es sich um ein Leser-Trélat-Syndrom handelt. Dies ist ein sehr seltenes Syndrom, bei dem ein bösartiger Tumor Auslöser für die explosionsartig wachsenden und stark juckenden Alterswarzen ist. Der Tumor befindet sich meist im Magen-Darm-Trakt oder in der Brust.

Die häufigste gutartige Hautveränderung beim Menschen

Die Alterswarze gilt als der am weitesten verbreitete gutartige Tumor der Haut: Fast jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens eine seborrhoische Keratose – meist ab dem 50. Lebensjahr. Als Ursache wird eine entsprechende genetische Disposition angenommen. Äußere Faktoren, wie UV-Strahlung oder Chemikalien haben keinen Einfluss auf die Entstehung.

In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, Alterswarzen zu entfernen – beispielsweise wenn sie beim Ankleiden oder Rasieren ständig gereizt werden, sich entzünden und oft bluten. Auch ästhetische Gründe können eine Rolle spielen. Seborrhoische Keratosen werden chirurgisch mit dem sogenannten scharfen Löffel entfernt. Eine Entfernung mittels Elektrokauterisation, also mit der elektrischen Schlinge, eine Vereisung oder eine Lasertherapie sind ebenfalls möglich.
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