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Neue Behandlungsmethoden bei Hüftgelenksarthrose



Im Bereich der Arthroseforschung wird viel unternommen. Zurzeit befinden sich mehrere neue Therapieverfahren in der Erprobung. Beispielsweise mit der Knorpelzelltransplantation, der Knorpelregeneration mit Hilfe von Stammzellen oder der Orthokintherapie könnte künftig Hüftgelenksarthrose behandelt werden.

Knorpelzelltransplantation (Autologe Chondrozyten-Transplantation)

Bei der Knorpelzelltransplantation werden dem Patienten zunächst mittels einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) kleine Mengen intakter Knorpel aus dem Gelenk entnommen. Diese Knorpelzellen werden im Labor gezüchtet und zur Teilung, also zur Vermehrung, angeregt. Nach zirka vier Wochen bringt der Arzt diese gezüchteten Knorpelzellen wieder ins Gelenk ein. Geeignet für die Knorpelzelltransplantation sind Defekte im Gelenkknorpel.

Knorpelregeneration mit Hilfe von Stammzellen

Die Knorpelregeneration mit Hilfe von Stammzellen versucht die Knorpelzelltransplantation zu ersetzen. Hierbei versuchen die Forscher nicht-embryonale Stammzellen, die sich im Knochenmark, in Muskelgewebe, in der Haut und im Fettgewebe finden, durch verschiedene Methoden so umzuprogrammieren, dass die benötigten Knorpelzellen entstehen können. Diese können dem Patienten dann eingepflanzt werden.

Wie die Knorpelzelltransplantation mit Hilfe von Stammzellen funktioniert sehen Sie im DOCMED.tv-Videobeitrag:

Gesunder Knorpel aus dem Reagenzglas

Anti-Interleukin-Therapie (Orthokintherapie)

Die Anti-Interleukin-Therapie wird als die erste ursächliche Behandlungsmethode bezeichnet, da sie eine Ursache der Arthrose, nämlich die Entzündung im Gelenk, bekämpft. Dazu wird dem Patient Anti-Interleukin, der Gegenspieler des körpereigenen Entzündungsfaktors Interleukin, das aus Eigenblut nach Aufbereitung im Labor gewonnen wird, direkt ins Gelenk injiziert. Die Kosten der Behandlung muss der Patient selbst tragen. Die Orthokintherapie ist bislang noch umstritten, da kein gesicherter wissenschaftlicher Wirkungsnachweis besteht. In den offiziellen Leitlinien wird diese Therapie nicht erwähnt.
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