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Therapie des Reizdarmsyndroms: Medikamente



Wer an einem Reizdarmsyndrom (RDS) leidet, kann von sehr unterschiedlichen Beschwerden geplagt werden. Durchfall wechselt sich mit Verstopfung ab, mal sind Blähungen das größte Problem oder die Patienten klagen über Oberbauchschmerzen. Je nach Art der Beschwerden werden die Patienten bei Reizdarmsyndrom mit mehreren Medikamenten behandelt.

Sollten die verabreichten Medikamente nach etwa drei Monaten keine Wirkung zeigen, sollte die Medikation umgestellt werden. In manchen Fällen sind auch Medikamente hilfreich, die nicht offiziell für die Indikation Reizdarm zugelassen sind. Sie werden nach genauer Aufklärung und Beobachtung des Patienten verabreicht – man nennt das dann „off label“-Verabreichung.

Je nach Typ des Reizdarmsyndroms werden bei Durchfall andere Medikamente ausgewählt als bei Verstopfung. Als Mittel gegen Durchfall wird beispielsweise Loperamid eingesetzt. Diese Medikamente sind allerdings nicht zur Langzeitbehandlung geeignet. Zur Langzeittherapie von Durchfall eignen sich eher die entsprechenden Naturheilmittel.

Klagen RDS-Patienten hauptsächlich über Krämpfe, werden Medikamente wie Butylscopolamin eingesetzt, die die Verkrampfungen der Darmmuskulatur lösen können. Entschäumer wie Simeticon lassen Blähungen verschwinden. In manchen Fällen werden auch Probiotika erfolgreich eingesetzt.

Einigen Patienten kann mit Wirkstoffen aus dem Bereich der Antidepressiva geholfen werden. Allerdings kommen auch diese „off label“ zum Einsatz. Hier ist ebenfalls auf den Typ des RDS zu achten, da einige dieser Stoffe beispielsweise eine Verstopfung noch verstärken können.

Medikamente, die Aloe vera, Pankreasenzyme, Antibiotika oder Schmerzmittel enthalten, sollten laut Leitlinie bei einem Reizdarm nicht eingesetzt werden.
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