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Auch größere Gelenke können bei rheumatoider Arthritis erkranken



Typischerweise beginnt die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma) in den kleinen Gelenken. Dies sind in der Regel die Gelenke, die sich weiter von der Körpermitte entfernt befinden (Finger, Zehen, Hände, Füße).

Mit zunehmender Krankheitsdauer und zahlreichen akuten Schüben jedoch breitet sich die Erkrankung immer mehr in Richtung Körpermitte aus. Das heißt, auch die größeren Gelenke erkranken: Sprunggelenk, Handgelenk, Ellenbogen, Knie, auch Hüft- und Schultergelenk. Selten ist auch die Halswirbelsäule betroffen. Besonders gefährlich ist eine Entzündung der oberen beiden Halswirbel, wodurch Druck auf das Rückenmark ausgeübt werden und es zu Lähmungen kommen kann. Bei starker Überstreckung des Halses besteht auch die Gefahr eines Wirbelbruchs.

Gelenkschmerzen bei Bewegungen und in Ruhe

Wie für die kleinen Gelenke, gilt auch für die großen: Zunächst schmerzen die Gelenke bei Bewegung, später auch in Ruhe, es kann zu Gelenkschwellungen kommen und in akuten Entzündungsphasen auch zu Flüssigkeitsansammlungen (Gelenkergüsse) im Gelenk. Besonders nach längerer Ruhe sind die Gelenke steif, und das oft über eine Stunde. Die Bewegungen werden immer schmerzhafter und schließlich können die Gelenke versteifen. Die Erkrankung verläuft in der Regel seitengleich, das heißt, die jeweiligen Gelenke der rechten und linken Körperhälfte erkranken gleichzeitig (symmetrisch).
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