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Medikamente bei rheumatoider Arthritis: Kortisonpräparate



Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das in der Nebenniere produziert wird. Oft wird Kortison als Sammelbegriff für eine ganze Medikamentengruppe, nämlich die Glukokortikoide, verwendet.

Diese Medikamente lindern die Symptome und hemmen die Entzündung bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis). Sie werden eingesetzt, wenn alle anderen Medikamente die Erkrankung nicht ausreichend stoppen. Da sie sehr schnell wirken, können sie gut kurzfristig bei Krankheitsschüben verwendet werden. Mit Kortisonpräparaten wird auch der Zeitraum überbrückt, in dem Basistherapeutika noch nicht wirken.

Kortisonpräparate gibt es in Tablettenform. Der Wirkstoff kann aber auch in die Vene, den Muskel oder sogar in das Gelenk gespritzt werden.

Wirkungsweise

Kortison beeinflusst die Immunabwehr und hemmt die körpereigene Abwehr, die sich bei der rheumatoiden Arthritis irrtümlich gegen den eigenen Körper richtet.

Behandlungsdauer

Wegen der möglichen Nebenwirkungen sollte Kortison – in Absprache mit dem Rheumatologen – nur vorübergehend eingesetzt werden.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig. Eine länger dauernde Therapie sollte daher immer mit einer Dosis unter zehn Milligramm pro Tag durchgeführt werden. Kurzfristig sind auch deutlich höhere Dosen problemlos verträglich. Bei längerer Anwendung kann es zu Hautveränderungen, Wassereinlagerungen, Magengeschwüren oder Knochenentkalkung kommen. Außerdem ist die Infektionsgefahr erhöht. Kortison kann den Appetit steigern und damit zu einer Gewichtszunahme führen. Bei bestehender Neigung kann eine Zuckerkrankheit auftreten.

Kontraindikationen und Wechselwirkungen

Die Kontraindikationen ergeben sich aus den Nebenwirkungen. Das bedeutet, wenn Krankheiten, die als Nebenwirkungen auftreten können, bereits bestehen, sollte kein Kortison genommen werden. Gleiches gilt für schwere Infektionskrankheiten.  

Während einer Schwangerschaft sind Kortisonpräparate dagegen Mittel der Wahl. Dabei sollten Mittel ausgesucht werden, die eine schlechte Plazentagängigkeit besitzen, damit der Fetus kein Kortison abbekommt. Auch Stillen ist unter geringen Kortisondosen erlaubt.
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