Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.

Mit Operationen gegen die rheumatoide Arthritis



Manchen Patienten mit rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma) kann eine Operation helfen. Die Entscheidung darüber, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Gelenk eine bestimmte OP durchgeführt werden sollte, muss der Patient gemeinsam mit dem behandelnden Arzt treffen.

Durch die Operation sollen die Schmerzen, die durch das zerstörte Gelenk entstehen, gelindert und die Beweglichkeit gefördert werden. Hierfür stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl:

Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovektomie oder Synovialektomie)

Diese Operation kann bereits im frühen Krankheitsstadium vorgenommen werden, um einer stärkeren Gelenkzerstörung vorzubeugen. Sie ist aber auch im Spätstadium noch möglich, um die Beweglichkeit zu erhöhen und Schmerzen zu lindern. Synovektomien werden häufig arthroskopisch (durch Gelenkspiegelung) durchgeführt.

Gelenkersatz (Endoprothese)

Hat die rheumatoide Arthritis ein Gelenk weitgehend zerstört, bietet sich eine Gelenksersatzoperation an. Das Gelenk kann entweder vollständig (Totalendoprothese) oder teilweise (Teilendoprothese) ersetzt werden. Eine Gelenkersatzoperation ist an Hüfte, Knie, Fingern, Ellenbogen, Hand und Fuß möglich. Bereits vor der Operation müssen die Muskeln rund um das Gelenk trainiert werden, um ein möglichst gutes Behandlungsergebnis zu erreichen. Beim heutigen Stand des medizinischen Wissens halten künstliche Gelenke etwa zehn Jahre.

Versteifung (Arthrodese)

Bei einigen Patienten bietet sich statt der Gelenksersatzoperation eine Versteifung des befallenen Gelenks an. Da der Schmerz durch die Bewegung des Gelenks entsteht, sind diese Patienten nach der Operation schmerzfrei. Allerdings kann man Arthrodesen nur dann durchführen, wenn die benachbarten Gelenke voll beweglich sind.

Entfernung von Gelenkteilen (Resektion)

Bei einigen Gelenken reicht es, das zerstörte Gelenk zu entfernen, ohne eine Prothese einzusetzen. Dies ist z.B. bei den Zehengrundgelenken möglich.
Autoren und Quellen
Weiterführende Themen