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Die Wirbelsäule im Kindesalter



Die Wirbelsäule entwickelt sich im Säuglings- und Kleinkindalter harmonisch. Ein Kind überlastet die Wirbelsäule grundsätzlich nicht. Es trainiert die Muskulatur erst im Liegen (hier vor allem in der Bauchlage), bevor es sich auf den Armen und Händen abstützt, eine Hockstellung einnimmt, sich aufrichtet und die ersten Versuche macht, sich an einem Gegenstand hochzuziehen.

Junges Mädchen macht Yogapose. © iStock
Zwar wird den Eltern von wohlwollenden Bekannten und Verwandten oft gesagt, man dürfe die Kinder nicht frühzeitig laufen lassen, aber dieser Rat ist überflüssig. Wenn die Kinder sich an Gitterstäben oder Möbelstücken hochziehen und allein zu stehen beginnen, droht ihrer Wirbelsäule keine Gefahr mehr. Sobald sie müde werden, setzen oder legen sie sich wieder hin. 

Die Befürchtung, dass der kindliche Körper durch frühzeitiges Aufstehen und Laufen geschädigt werden könnte, geht auf die Frühphase der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit war die Rachitis (Vitamin D Mangel), auch Englische Krankheit genannt, weit verbreitet. Sie führt unter anderem zu einer Verformung des Rückgrats.

Zwischen dem achten und fünfzehnten Lebensjahr kommt es – meist bei Mädchen – in einigen Fällen zu einer seitlichen Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose). Die gesamte Wirbelsäule gerät bei dieser Erkrankung aus dem Lot. Die Folge: Der Oberkörper verkürzt sich.
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