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Schilddrüsenerkrankungen: Lexikon





Antikörper: Abwehrstoffe des Immunsystems. Antikörper werden in mehrere Immunglobulin-Klassen unterteilt. Bei allergischen Reaktionen spielt vor allem Immunglobulin E (IgE) eine wichtige Rolle.

Autoimmunkrankheit: Krankheiten, bei denen Autoantikörper produziert werden, wodurch Entzündungen in verschiedenen Organen entstehen.

Follikel: (lat.: Sack, Hülse); z.B. Schilddrüsenfollikel: Hohlraum, der von schilddrüsenhormonspeichernden Eiweißen angefüllt ist und von hormonbildenden Schilddrüsenzellen umrahmt wird.

Hormone: Biochemische Botenstoffe, die innerhalb eines Lebewesens Informationen übermitteln.

Hypothalamus: Abschnitt des Zwischenhirns, der das vegetative Nervensystem (siehe dort) steuert und u.a. für die Aufrechterhaltung von Temperatur und Blutdruck, die Regulation der Nahrungsaufnahme, für den Schlafrhythmus und die Steuerung des Sexualverhaltens zuständig ist.

Jod: Jod ist insbesondere für die Funktion der Schilddrüse wichtig. Dabei gilt Deutschland als Jodmangelgebiet: 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Jodmangelstruma (Kropf). Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und damit an der Regulierung des Grundumsatzes und zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Kalzium: Die größte Menge an Kalzium (99 Prozent) findet sich im Skelett, dort bildet es zusammen mit Magnesium und Phosphat das Knochengerüst. Eine besondere Rolle spielt es daher für das Osteoporoserisiko. Kalzium ist außerdem wesentlich an der Erregungsleitung in Nerven- und Muskelzellen beteiligt, beeinflusst die Blutgerinnung und zahlreiche Enzyme.

Karzinom: Vom Epithel ausgehender bösartiger Tumor.

Morbus Basedow: Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die mit Herzrasen, Kropfbildung und hervortretenden Augäpfeln einhergeht. Die Schilddrüse produziert hierbei vermehrt Hormone.

Phosphate: Salze der Phosphorsäure, die im Körper beim Molekülaufbau von großer Bedeutung sind, etwa bei der Bildung der DNS. Auch beim Knochenaufbau spielen sie eine entscheidende Rolle, denn erst durch die Einlagerung von Kalziumphosphat wird der Knochen fest und belastbar.

Schilddrüsenhormone: Die in den Schilddrüsenzellen (Thyreozyten) gebildeten Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Beide spielen eine wichtige Rolle für den Organismus, besonders beim Energiehaushalt.

Sonografie: Untersuchungsmethode, die mittels Ultraschallwellen von außen das Körperinnere sichtbar macht.

Szintigrafie: Bildgebendes Verfahren, bei dem radioaktiv markierte Stoffe in den Körper gespritzt werden und sich dann im Zielorgan anreichern. Eine spezielle Kamera macht die Strukturen des Organs sichtbar.

Thyreostatikum: Medikament, das bei Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt wird, da es die Schilddrüsenhormonproduktion hemmt.

TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon, Thyreotropin): Von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildetes Hormon, das auf die Schilddrüse anregend wirkt. Es ist genau wie die Schilddrüsenhormone in einen Regelkreis eingebunden.

Tumor: Geschwulst; abnorme Gewebeneubildung; kann gutartig oder bösartig sein

Tumormarker: Substanzen, die von einigen Krebsarten gebildet werden und deren Bestimmung eine Aussage über Vorliegen und Verlauf von Krebserkrankungen geben kann.

Vegetatives Nervensystem: Das vegetative (auch: autonome) Nervensystem steuert automatisch ablaufende Anpassungs- und Regulationsvorgänge des Körpers wie Atmung, Verdauung und Stoffwechsel, die nicht willentlich beeinflusst werden können. Es stellt zusammen mit dem somatischen Nervensystem, das eine willkürliche und bewusste Reaktionsweise ermöglicht, eine funktionelle Einheit dar.

Zyste: Kapselumschlossener Hohlraum im Gewebe.
Autoren und Quellen