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Wechseljahre – Kulturelle Unterschiede
Der Gedanke an die Wechseljahre (Klimakterium) ruft hierzulande bei vielen Frauen ein Grummeln in der Magengegend hervor. Doch in manchen Teilen der Welt freuen sich Frauen geradezu auf diese Lebensphase. Die Rajput Frauen in Nordindien etwa verbinden in ihrer Kultur die Wechseljahre mit größerer Unabhängigkeit: Während ihrer fruchtbaren Jahre müssen sie einen Schleier tragen und dürfen kaum aus dem Haus gehen. Mit Eintritt der Menopause können sie sich jedoch frei im Dorf zu bewegen. Viele Thailänderinnen begrüßen das Ende der Fruchtbarkeit In Ländern und Kulturen in denen die weibliche Hauptaufgabe darin besteht, viele Kinder zu gebären, lösen die Wechseljahre bei Frauen ebenfalls oft ein Gefühl der Befreiung aus. In Thailand gibt es sogar Regionen, in denen die Bezeichnung für die Menopause „keine Babys mehr“ lautet. Dagegen wird eine Frau in Deutschland, die ungewollt kinderlos ist, den Beginn der Wechseljahre eher betrauern.Viele Studien belegen: Die Wechseljahre haben zwar eine biologische Basis. Doch wie eine Frau sie empfindet, ist stark abhängig von der Kultur, in der sie lebt. Werden Beschwerden in den Wechseljahren in ihrer Umgebung intensiv thematisiert? Wird die Menopause in ihrer Kultur als eine Krankheit (Hormonmangelerkrankung) betrachtet? Welchen Status haben reife Frauen in ihrer Kultur? Sind sie anerkannt? Wie wichtig ist ein jugendliches Aussehen in ihrer Kultur? In Japan gibt es keinen Begriff für Hitzewallungen Auch Ernährungsgewohnheiten der jeweiligen Kultur spielen eine Rolle: So leiden Japanerinnen in den Wechseljahren kaum unter Hitzewallungen, was viele Wissenschaftler auf die stark sojahaltige Ernährung zurückführen. Die einzigen Beschwerden, die Japanerinnen etwas häufiger nennen, sind Schultersteifheit, Kopfschmerzen und Schwindel. In Japan – und auch bei den Maja-Indianer – gibt es nicht einmal einen Begriff für Hitzewallungen.
HIV/AIDS – Non Hodgkin Lymphome
Bei Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) handelt es sich um bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. Das lymphatisches System ist ein Netzwerk von Gefäßen und Kanälen, die eine zellarme Flüssigkeit, die Lymphe transportieren. Dazu gehören auch noch lymphatische Organe wie Lymphknoten, Tonsillen, Milz, und Thymus. Das lymphatisches System ist neben dem Knochenmark eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Immunsystem. Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass krankhafte Veränderungen im Erbgut (Chromosomen) der Auslöser für NHL sind. Die Wahrscheinlichkeit diese Erkrankung zu erleiden steigt mit dem Alter an. HIV-Infizierte haben ein 60fach erhöhtes Risiko!Symptome sind zunächst schmerzlose Lymphknotenvergrößerungen. Im Verlauf der Krankheit können noch Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Sodbrennen sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit auftreten. In seltenen Fällen kommen Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsabnahme hinzu.Bei HIV-Infizierten unterscheidet man zwischen drei Formen: Systemische (periphere) NHL: Hier sind hauptsächlich der Magen-Darm-Trakt, die Leber und die Lunge davon betroffen., Primary-Effusion-Lymphome: Sie finden sich hauptsächlich im Brustzwischenraum (Pleura) und Herzbeutel (Perikard)., Primäre Lymphome des Zentralnervensystems: Sie kommen fast nur bei fortgeschrittener Immunschwäche vor. Der Patient leidet unter Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen. Die genannten Diagnosen werden bei HIV-Patienten im Rahmen der HAART oft zusätzlich noch mit Chemotherapie und Interferonen behandelt.
HIV/AIDS – Toxoplasmose
Die Toxoplasmose ist für Menschen mit einem gesunden Immunsystem eine harmlose Erkrankung. Viele Infektionen werden gar nicht bemerkt. Der verantwortliche Erreger Toxoplasma gondii ist ein Parasit, der sich über rohes oder nicht richtig durchgegartes Fleisch und durch Katzenkot (zum Beispiel Reinigung des Katzenklos) überträgt. Er vermehrt sich dann bevorzugt in den Zellen des Gehirns, kann sich jedoch auch in allen anderen Zellen des menschlichen Körpers entwickeln. Die Krankheit ist nur in zwei Fällen kritisch: Bei Schwangeren und bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie das bei HIV-Infizierten der Fall ist. Kommt es zu einer Infektion während der Schwangerschaft, kann Toxoplasmose das Leben des Fötus bedrohen.Bei einer vorliegenden HIV-Infektion führen die im Gehirn durch den Parasiten eingelagerten Zysten zu schweren Entzündungen. Die häufigsten Symptome sind dann Kopfschmerzen, Fieber, Krampfanfälle, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungserscheinungen und Veränderungen am Augenhintergrund. Die betroffene Person kann sich auch im Wesen ändern.Wird die Toxoplasmose frühzeitig erkannt und behandelt, bestehen gute Aussichten auf Heilung. Unbehandelt führt sie innerhalb weniger Wochen zum Tode. Behandelt wird meist mit einer Kombination aus verschiedenen antiparasitär wirkenden Medikamenten.
Mandelentzündung – Symptome
Die Symptome einer Mandelentzündung können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein – je nachdem, ob es sich um eine akute oder eine chronische Tonsillitis handelt. Akute Mandelentzündung: starke Halsschmerzen, starkes Krankheitsgefühl Bei einer akuten Mandelentzündung tritt in der Regel plötzlich Fieber auf, der Betroffene hat Kopfschmerzen und fühlt sich sehr krank. Hinzu kommen starke Halsschmerzen, die bis zu den Ohren reichen können. Die Mandeln sind rot und geschwollen. Auch die Lymphknoten am Hals und der Rachen schwellen an und sind druckempfindlich. Schluckbeschwerden treten auf. Sind Bakterien die Ursache für die Mandelentzündung, sind auf den Mandeln meist sogenannte Eiterstippchen zu sehen. Das sind kleine, weiß-gelbliche, punktförmige oder längliche Flecken, die aus einer zähen Masse aus Zellabfällen bestehen. Bei schwereren Verläufen breiten sich die Stippchen von den Gaumenmandeln bis auf die Rachenmandeln oder die Seitenstränge aus. Zudem kommt es häufig zu Mundgeruch oder einem unangenehmen Geschmack im Mund. Chronische Mandelentzündung: oft untypisch Bei chronischen Mandelentzündungen können die Symptome ganz unterschiedlich ausfallen. Es kann sich um immer wieder aufflammende akute Tonsillitiden handeln – mit den oben beschriebenen Beschwerden. Eine chronische Mandelentzündung kann jedoch auch unauffällig und ohne die typischen Symptome verlaufen. Die Betroffenen klagen dann häufig über ein Kratzen im Hals und leichte Schluckbeschwerden. Hinzu kommt oft ein unangenehmer Geschmack im oder Geruch aus dem Mund. Die Mandeln können geschwollen sein, müssen es aber nicht. Meist sehen sie jedoch unter genauer Betrachtung zerklüftet aus.
Medikamentensucht – Schmerzmittel
ASS, Paracetamol, Ibuprofen – etliche Wirkstoffe zur Behandlung von Schmerzen sind rezeptfrei erhältlich. Sie werden allerdings nicht nur in Schmerztabletten mit ihnen als alleinigem Wirkstoff angeboten, sondern oft auch in Kombination, beispielsweise mit Koffein. Dann hat man nach der Einnahme einer Schmerztablette auch noch einen aufputschenden Effekt, „der Kopf ist wieder frei“ und man fühlt sich insgesamt wohler. Dieser Effekt verleitet zum häufigen Gebrauch, beziehungsweise auch leicht zum Missbrauch. Beispiel Paracetamol: Überdosierungen können tödlich sein Wie aus Untersuchungen hervorgeht, ist Paracetamol in Großbritannien und auch in den USA die häufigste Ursache für akutes Leberversagen, wobei etwa die Hälfte der Vergiftungen unbeabsichtigt passiert.1 Was viele nicht wissen: Bereits die Einnahme von zirka 12 Tabletten Paracetamol 500mg auf einmal, also 6 Gramm des Wirkstoffes, kann tödlich sein.2 Für Kinder gelten entsprechend geringere Mengen. Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Paracetamol ist in empfohlener Dosierung ein gutes, wirksames und nebenwirkungsarmes Schmerzmittel, daher ist es auch frei verkäuflich. Aber die Menge ist – wie so oft – entscheidend. Ständige Anwendung: die schleichende Gefahr Die tägliche Einnahme von Schmerzmitteln kann rasch zur Gewohnheit werden. Besonders Patienten mit Schmerzen des Bewegungsapparates kommen ohne ihre tägliche Schmerzmittelration oft gar nicht mehr in Gang. Schmerztherapeuten weisen immer wieder darauf hin, dass Deutschland im internationalen Vergleich ein Entwicklungsland in der Schmerzbehandlung ist. Wenn keine fundierte Schmerztherapie durchgeführt wird, versuchen viele Patienten, sich mit freiverkäuflichen oder sogar im Ausland beschafften Medikamenten selbst zu helfen. Früher – und bis heute andauernd – gab es große Probleme aufgrund der dadurch ausgelösten Nierenschädigung3: Tausende von Patienten in Deutschland brauchten eine Dialysebehandlung (Blutwäsche), weil ihre Nieren durch langjährigen Schmerzmittelgebrauch, beziehungsweise -missbrauch, zerstört waren. Hauptsächlich dafür verantwortlich war der Wirkstoff Phenacetin, ehemals weit verbreitet und in Kombinationspräparaten unter verschiedenen Namen im Handel. Mitte der 80er Jahre wurde er aus dem Verkehr gezogen. Damit ist das Problem aber nicht erledigt: Viele Schmerzmittel schädigen den Körper auf vielfältige Weise bei ständigem Gebrauch, belasten die Organe, erhöhen das Risiko für innere Blutungen, verlängern die Blutungszeit, können Asthmaanfälle hervorrufen und Benommenheit, Schwindel und Verwirrtheit auslösen. Schmerzmittel können Schmerz verursachen Auch gegen Kopfschmerzen werden häufig Schmerzmittel eingenommen. Ab einer bestimmten Menge und Häufigkeit kehrt sich die Situation allerdings manchmal um: Dann sind die Schmerzmittel die Auslöser von Kopfschmerzen; man spricht von „medikamenteninduziertem Kopfschmerz“. Oftmals ist es sehr schwierig, aus der gewohnheitsmäßigen Einnahme von Kopfschmerztabletten und dem damit verbundenen Teufelskreis wieder auszubrechen. Wer dies alleine nicht schafft, sollte sich dafür ärztliche Unterstützung suchen. Außerdem ist es häufig nötig, eine gründliche Diagnostik vorzunehmen, um herauszufinden, warum die Schmerzen überhaupt bestehen. Erst dann kann eine gezielte Schmerztherapie eingeleitet werden, falls diese notwendig ist. TIPP Wenn Sie häufiger mal zu Schmerzmitteln greifen müssen, verwenden Sie Medikamente mit nur einem Wirkstoff (Monopräparate). Wenn sie täglich Schmerzmittel benötigen, nehmen Sie solche nur in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein. Dann können Präparate ausgewählt und auch verschrieben werden, die speziell für Sie und auch für den Dauergebrauch geeignet sind! 1 Larson A. M. et al., Acetaminophen-induced acute liver failure: results of a United States multicenter, prospective study. Hepatology. 42, Nr. 6, 2005, S. 1364–1372. PMID 16317692.2 Rote Liste: Fachinfo Paracetamol 500mg Tabletten, Rote Liste Service GmbH, FachInfo-Service, Postfach 11 01 71, 10831 Berlin3 Rainer H. Bubenzer, Das Ende der Schmerzmittel-Nierenschäden, www.dialyse.de, Januar 2008
Morbus Crohn – 5-Aminosalizylsäure
Lange haben Mediziner vermutet, dass 5-Aminosalizylsäure-Präparate (Mesalazin) die entzündungsfreien Intervalle beim Morbus Crohn verlängern können, also eine Remissionserhaltung möglich ist. Neue Studien zeigen jedoch, dass Mesalazin wahrscheinlich nur bei der Therapie des akuten geringen bis mäßigen Schubs eine gewisse Wirkung hat. Mesalazin wird deshalb als Dauertherapie beim Morbus Crohn oft nicht mehr eingesetzt. Zäpfchen und Einläufe bei Morbus Crohn im Dickdarm In neueren Präparaten liegt die 5-Aminosalizylsäure als freier Wirkstoff vor. Um ihn vor einer vorzeitigen Aufnahme im Dünndarm zu schützen, ist er von einer Hülle umgeben, die eine Freisetzung erst ab dem unteren Dünndarm ermöglicht. Der Wirkstoff gelangt so in jene Bereiche, die am häufigsten von der Entzündung betroffen sind. Für einen eng begrenzten Befall im Rektum oder im unteren Dickdarm stehen darüber hinaus Zäpfchen, Schäume oder Einläufe (Klysmen) zur Verfügung. 5-Aminosalizylsäure hat relativ wenige Nebenwirkungen Die 5-Aminosalizylsäure wird üblicherweise bei leichten und mittelschweren Schüben eingesetzt. Bei einem geringen Prozentsatz der Patienten kommt es zu Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Magenbeschwerden oder Fieber. In sehr seltenen Fällen sind auch die inneren Organe von Nebenwirkungen betroffen.
PMS – Hausmittel
Wer unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) leidet, kann es auch einmal mit Hausmitteln probieren. Einen wissenschaftlichen Nachweis für deren Wirksamkeit gibt es zwar meist nicht, jedoch können sie erfahrungsgemäß bei vielen Frauen die Beschwerden lindern. Hausmittel 1: Pflanzliche Mittel Es gibt verschiedene pflanzliche Mittel, die Beschwerden wie depressive Verstimmungen, Wassereinlagerungen, Spannungsgefühle in den Brüsten oder Kopfschmerzen lindern sollen. Häufig angewandt werden zum Beispiel Mönchspfeffer und Johanniskraut. Hausmittel 2: Entspannung Es wird vermutet, dass Stress bei der Entstehung des Prämenstruellen Syndroms eine Rolle spielen könnte. Deshalb kann auch Entspannung hilfreich sein, um die Beschwerden zu lindern. Helfen können zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung, aber auch Bäder mit entspannenden Zusätzen wie Lavendel, Rosenholz oder Melisse. Hausmittel 3: Wärme Wärme kann vor allem bei Unterleibs- und Rückenschmerzen helfen. Auf den Unterbauch können Sie sich zum Beispiel eine Wärmflasche legen, den Rücken können Sie mit einer Rotlichtlampe bestrahlen. Auch Saunagänge können guttun.
Regelschmerzen – Behandlung
Ist die Diagnose sicher und die Ursache für Regelschmerzen bekannt, können sie nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandelt werden. Besonders wenn Sie häufig Schmerzmittel anwenden, sollten Sie jedoch einen Arzt um Rat fragen, der mit Ihnen eine geeignete Therapie findet. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn die Regelschmerzen sehr stark sind , sich die Art der Schmerzen verändert hat, die Monatsblutung deutlich stärker ist und länger anhält, die Schmerzen trotz Schmerzmittel nicht besser werden, Sie an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen, zusätzliche Beschwerden wie zum Beispiel Schwindelanfälle auftreten Zur Behandlung von Regelschmerzen eignen sich frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel. Medikamente mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Naproxen hemmen die Produktion der Prostaglandine, eben jenen Stoffen, die Regelschmerzen auslösen. Schmerzmittel sollten jedoch nur kurzfristig angewandt werden. Gegen kolikartige Schmerzen können krampflösende Mittel eingesetzt werden. Auch Hausmittel, wie beispielsweise Wärme, werden im Allgemeinen als positiv empfunden. Eine entspannende Wärmflasche auf dem Bauch wirkt Krämpfen entgegen. Zudem helfen Yoga, Autogenes Training oder Sport. Jede Frau reagiert anders. Allgemein gilt: Alles was ausgleicht und entspannt lindert die Beschwerden. Wenn im Rahmen des Prämenstruellen Syndroms auch Kopfschmerzen auftreten, können diese mit pflanzlichen Mitteln wie Pfefferminzöl behandelt werden. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wirkung des Pfefferminzöls bestätigen. Manche Frauen sprechen bei Unterleibsschmerzen auf Magnesium-Präparate an. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sich die Muskulatur entspannt.
Rheumatoide Arthritis – Medikamente/Leflunomid
Leflunomid gehört zu den Basistherapeutika gegen die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma). Das Medikament wird in Tablettenform verabreicht. Wirkungsweise Leflunomid hemmt Entzündungszellen (aktivierte Lymphozyten) und verlangsamt die Wucherung der Gelenkinnenhaut. Hierdurch wird das Fortschreiten der Krankheit verzögert. Behandlungsdauer Leflunomid wird als Dauertherapie eingesetzt. Mit einem Wirkungseintritt ist nach vier bis sechs Wochen zu rechnen. Wenn nach vier Monaten keine Besserung eingetreten ist, sollte die Therapie überprüft werden. Nebenwirkungen Häufige Nebenwirkungen sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Haarausfall und Hautrötungen. Problematischer sind Nebenwirkungen, die die Leber oder das blutbildende System betreffen. Der behandelnde Arzt kontrolliert daher zunächst alle zwei, ab dem sechsten Monat alle vier bis acht Wochen die Blutwerte. Kontraindikationen und Wechselwirkungen Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit darf das Medikament nicht gegeben werden. Auch Männer sollten unter der Behandlung zuverlässig verhüten. Patienten mit schweren Immundefekten sollten nicht mit Leflunomid behandelt werden. Die gleichzeitige Einnahme von Aktivkohle (zum Beispiel um den als Nebenwirkung auftretenden Durchfall zu behandeln!) kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen. Auf eine Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte verzichtet werden. Alkohol sollte während der Behandlung vermieden werden.
Allergien – Medikamente
Gegen allergische Beschwerden gibt es eine Reihe verschiedener Medikamente. Bei Heuschnupfen gibt der Arzt beispielsweise oft sogenannte Antihistaminika. Sie bremsen die Wirkung des Botenstoffs Histamin. Allerdings beeinträchtigen die Tabletten das Reaktionsvermögen und machen müde. Bei zugeschwollener Nase helfen abschwellende Nasentropfen. Cromoglicinsäure beugt Allergiebeschwerden vor Auch der Wirkstoff Cromoglicinsäure verhindert die Freisetzung allergieauslösender Botenstoffe wie Histamin. Allerdings ist Cromoglicinsäure bei akuten Beschwerden wirkungslos. Sie muss rechtzeitig vor der Pollensaison regelmäßig eingenommen werden – entweder als Augen- oder Nasentropfen beziehungsweise als Dosieraerosol für allergisches Asthma, um Beschwerden zu verhindern. Cromoglicinsäure ist sehr gut verträglich. Kortison für die Nase ... Wirksamer als Cromoglicinsäure oder Anthistaminika sind kortisonhaltige Nasensprays. Vorteil: Sie müssen nur ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Allerdings dauert es ein paar Tage, bis sie zuverlässig wirken. Kortisonhaltige Augentropfen sind dagegen nicht zur Allergiebehandlung geeignet, weil sie zu Linsentrübung, erhöhtem Augeninnendruck und Entzündungen führen können. ... und für die Haut Bei einem allergischen Kontaktekzem hilft kortisonhaltige Salbe gegen den Juckreiz und die Entzündung. Sie darf aber nur vorübergehend benutzt werden, weil die Haut sonst Schaden nimmt. Kortisonhaltige Präparate verschreibt immer der Arzt. Juckreizstillend und entzündungshemmend wirken beim Kontaktekzem außerdem Gerbstoffe und helles sulfoniertes Schieferöl. Keine Angst vor Kortison Bei akuten heftigen Allergie-Beschwerden wie Asthma oder einem anaphylaktischen Schock ist hochdosiertes Kortison das Mittel der Wahl. Es wirkt entzündungshemmend und bremst die überschießende Abwehrreaktion. Für kurze Zeit gegeben, sind auch hohe Dosen unbedenklich. Die gefürchteten Nebenwirkungen von Kortison wie Magengeschwür, Osteoporose, Diabetes mellitus, Gewichtszunahme und höhere Infektanfälligkeit treten erst auf, wenn der Wirkstoff über lange Zeit hochdosiert eingenommen wird. Deshalb prüft der Arzt immer sehr kritisch, ob es zur Dauergabe von Kortison nicht eine verträglichere Alternative gibt. Leukotrienrezeptorblocker ergänzen die Therapie Für asthmakranke Kinder und Menschen mit schwerem Heuschnupfen beziehungsweise Asthma gibt es weitere Therapiemöglichkeiten wie die Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten. Sie können in Kombination mit anderen Medikamenten oder auch allein verordnet werden. Sie besetzen die Andockstelle für Entzündungsmediatoren und können so die allergischen Reaktionen unterdrücken. Als unerwünschte Nebenwirkungen treten neben Kopfschmerzen auch gastrointestinale, also den Magen-Darm-Trakt betreffende Beschwerden und neuropsychiatrische Symptome auf. Die Leukotrienrezeptorblocker werden deshalb meistens gegeben, wenn die herkömmlichen Mittel nicht zufriedenstellend wirken. Anti-IgE-Antikörper für schwere Fälle Seit 2005 steht in Deutschland auch ein weiterer Wirkstoff aus dem Bereich der monoklonalen Antikörper zur Behandlung des schweren allergischen Asthmas, das auf die herkömmliche Therapie nur unbefriedigend anspricht, zur Verfügung. Dabei wird Omalizumab subkutan, also unter die Haut gespritzt. Als unerwünschte Nebenwirkungen können Kopfschmerzen sowie lokale Rötungen auftreten. Allerdings kam es auch unter der Therapie zu anaphylaktischen Reaktionen auf das Medikament. Als weitere ernstzunehmende Nebenwirkung wurde eine vermehrte Tumorbildung beobachtet.