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Rheuma – Selbsthilfe/Ratgeber
Sport gehört zur Selbsthilfe bei Rheuma. Denn Sport kräftigt nicht nur die Muskulatur. Bei Bewegungen üben die Muskeln Reize auf die Knochen aus und aktivieren den Knochenaufbau. So beugt Sport Osteoporose vor. Bewegung verbessert zudem die Nährstoffversorgung der Knorpel und kräftigt die Gelenke. Durch kräftige gelenkführende Muskeln werden die Gelenke darüber hinaus geschont. Egal, ob Ihre Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen von Fehlhaltungen, Rheuma oder anderen Ursachen kommen, Sport und Bewegung zur Selbsthilfe sind immer ratsam. Sie sollten jedoch beachten: Die Belastung muss Ihrem Rheuma und Ihrem Fitnesszustand angepasst sein. Einige Sportarten sind bei bestimmten Beschwerden nicht ratsam. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über richtige Belastungen und Disziplinen, bevor sie mit dem Training beginnen. Auch während eines akuten Entzündungsschubs bei Rheuma sollten Sie sich vorher mit Ihrem Arzt beraten. Rheuma: Essen für die Knochen und Gelenke Eine gesunde Ernährung spielt nicht nur eine wichtige Rolle für die Organe, sondern auch für das Bindegewebe, die Knochen und Gelenke. Sie kann Muskel- und Gelenkschmerzen zwar nicht verhindern, trägt aber zur Vorbeugung und Selbsthilfe bei Rheuma bei. Umgekehrt kann sich eine falsche Ernährungsweise direkt auf Ihre Knochen und Gelenke auswirken. Zu viel Eiweiß beispielsweise lässt den Harnsäurespiegel steigen, was zu Entzündungen in den Gelenken und Gicht führen kann. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie auf Ihre Ernährung achten und ausreichend Vitalstoffe zu sich nehmen.
Wechseljahre – Hormonersatztherapie
Noch vor wenigen Jahren war die Hormongabe Standardtherapie bei Wechseljahresbeschwerden: Die Hormonersatztherapie (HET) hatte nicht nur den Ruf, gegen typische Beschwerden in den Wechseljahren zu wirken. Es hieß, sie senke auch das Risiko für Osteoporose sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Demenz. Inzwischen wird die HET Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) nur noch selten verschrieben. Was führte zu ihrem Rückgang? Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Kombinationspräparate Skepsis auf breiter Front brach aus, als im Juni 2002 die US-amerikanische Studie Womans Health Initiative (WHI) veröffentlicht wurde, an der rund 16.000 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren beteiligt waren. Es zeigte sich, dass die HET das Risiko für Brustkrebs erhöhte. Die Million Women Study der Universität Oxford (Großbritannien) von 2003 bestätigte dieses Ergebnis. Studie: Hormonersatztherapie schlecht für Kreislauf und Gehirn Das Risiko für Schlaganfall, Lungenembolie und Venenthrombosen steigt ebenfalls durch eine HET, ergab die WHI-Studie. Ein Studienarm der WHI-Studie machte außerdem deutlich: Die Gefahr von Hirnleistungsstörungen erhöht sich bei Frauen über 65 Jahren durch die Kombinationspräparate etwa um den Faktor 2. Außerdem zeigte sich eine Zunahme von Gallenerkrankungen unter der HET.Die WHI förderte allerdings auch Positives zu Tage: Darmkrebs und Gebärmutterkrebs sowie Osteoporose treten unter der HET etwas seltener auf. Nach Einschätzungen von Experten wiegen diese Vorteile die Nachteile einer Hormonersatztherapie aber nicht auf. Ob während einer HET Nebenwirkungen wie Brustkrebs oder Schlaganfall auftreten, hängt vor allem auch vom Alter der Patientin sowie von Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht ab. Hormone nur bei extremen Beschwerden in den Wechseljahren Brustkrebs, Schlaganfall, Thromboembolien – angesichts dieser Risiken hat die Hormonersatztherapie (HET) als Standardtherapie bei Beschwerden in den Wechseljahren ausgedient. Zwar meinen einige Mediziner, die negativen Ergebnisse der US-Studie Woman´s Health Initiative (WHI) seien mit Vorsicht zu betrachten. Sie verweisen zum Beispiel auf das hohe Eintrittsalter der Studienteilnehmerinnen sowie auf nicht berücksichtigte Vorbehandlungen und Risikofaktoren. Trotzdem sind sich offizielle Stellen in Deutschland wie die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einig: Gynäkologen sollten Frauen in den Wechseljahren Hormonpräparate nur noch in Ausnahmefällen verschreiben. Hormonersatztherapie nicht als Langzeittherapie Heute wird eine HET in der Regel nur noch bei schweren Wechseljahresbeschwerden nach Abwägung des Nutzens gegen die individuellen Risiken durchgeführt: Die HET beginnt mit der niedrigsten Dosis. , Die Hormonersatztherapie sollte keine Langzeittherapie sein., Der Arzt sollte regelmäßig versuchen, die Dosis zu reduzieren und die Hormonersatztherapie schließlich ganz wegzulassen (Auslassversuche) Leichtere Beschwerden in den Wechseljahren können beispielsweise gut mit Naturheilmitteln behandelt werden. Alternativen zur Behandlung von Osteoporose Noch vor wenigen Jahren haben manche Ärzte die Hormonersatztherapie auch bei erhöhtem Risiko für Osteoporose – etwa aufgrund familiärer Veranlagung – verschrieben. Auch davon raten Experten ab. Für die medikamentöse Behandlung von Osteoporose stehen hochwirksame Substanzen (Bisphosphonate der neueren Generation und SERMs) zur Verfügung, mit denen der postmenopausale Knochenschwund sehr wirksam bekämpft werden kann.
Rezepte
Suchen Sie ein Rezept für ein gesundes Essen? Hier finden Sie Gerichte für jeden Geschmack. Ob Grünkohl, Wellness-Rezepte oder Rezepte speziell gegen hohes Cholesterin oder zur Vorbeugung von
Ernährung – Vitalstoffe/spezielle Krankheiten
Bei vielen Erkrankungen spielt eine gezielte Vitalstoffversorgung eine wichtige Rolle. Dabei werden Vitalstoffe sowohl in der Vorbeugung als auch in der begleitenden Therapie eingesetzt. Ein Beispiel ist der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren nach einem Herzinfarkt oder die Gabe von Vitamin D und Kalzium bei Osteoporose.
Wechseljahre – Ernährung
Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose steigt mit dem Einsetzen der Wechseljahre (Klimakterium). Eine gesunde Ernährung ist für die Frauen in den Wechseljahren deshalb sehr
Wirbelsäule/Sport – Reiten
Reiten gehört wegen der aufrechten Haltung zu den relativ wirbelsäulenschonenden Sportarten und ist zu empfehlen. Bei einer stärkeren Bandscheibenvorwölbung oder Osteoporose sollte jedoch darauf
Wirbelsäule und Alter
Die Wirbelsäule verändert sich mit dem Alter und so auch die Erkrankungen, die sie betreffen können. Während im Kleinkindalter kaum Gefahren die Wirbelsäule bestehen, kann vor allem bei Mädchen im Alter zwischen 8 und 15 eine seitliche Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) vor. Ist das Wachstum abgeschlossen, verändert sich die Form der Wirbelsäule für viele Jahre nicht mehr. In dieser Zeit treten, abgesehen von beispielsweise einem Hexenschuss, oder Muskelverspannungen, die durch zu langes Sitzen oder einseitige Tätigkeiten entstehen, kaum Erkrankungen auf. Dies ändert sich etwa im fünften Lebensjahrzehnt, in dem die Abnutzung der Wirbelkörper und Bandscheiben mehr und mehr deutlich wird. Häufig treten in dieser Zeit Bandscheibenvorfälle auf. Im Alter werden Bandscheibenvorfälle wieder seltener. Dann haben jedoch viele Menschen mit Osteoporose zu kämpfen, die zu einer Verminderung des Knochengewebes führt.
Bisphosphonate
Medikamente, die bei Osteoporose eingesetzt werden, um den Knochenabbau zu hemmen. Sie werden auch bei Knochentumoren und erhöhten Kalziumspiegeln verwendet.
Colitis ulcerosa – Therapie
Die Colitis ulcerosa ist vermutlich auf eine fehlgeleitete Immunantwort sowie auf eine genetische Disposition zurückzuführen. Diese beiden Ursachen lassen sich direkt leider nicht bekämpfen. Die Ärzte konzentrieren sich deshalb darauf, einen akuten Ausbruch der Entzündung einzudämmen, chronische Entzündungen zum Abklingen zu bringen, beschwerdefreie Intervalle möglichst lange zu erhalten (Remissionserhalt), ein Wiederausbrechen der Erkrankung zu verhindern (Rezidivprophylaxe), etwaige Begleiterkrankungen wie Arthritis, Osteoporose und Mangelernährung zu kontrollieren (extraintestinale Manifestationen, Ernährungsdefizite). In vielen Fällen kann Patienten mit Colitis ulcerosa nur ein umfassendes Therapie-Konzept helfen, das neben der medikamentösen Behandlung auch Ernährungstherapie und psychologisch-psychotherapeutische Verfahren beinhaltet. In manchen Fällen ist auch eine Darmentfernung notwendig. Medikamente spielen jedoch die wichtigste Rolle. Entzündungshemmende 5-Aminosalizylsäure (5-ASA) und Sulfasalazin sind die Standardmedikamente der Colitis-ulcerosa-Therapie. Sie greifen in den Entzündungsprozess ein, indem sie die Bildung von Entzündungsstoffen vermindern. Auch Kortison wirkt entzündungshemmend, allerdings werden Kortisone wegen ihrer Nebenwirkungen nicht langfristig gegeben. In schweren Fällen: Immunmsuppressiva und Immunmodulatoren Thiopurine, wie Azathioprin, und Ciclosporin werden oft in schweren Fällen als Akuttherapie eingesetzt. Patienten mit schwer zu therapierenden Verläufen werden oft mit Infliximab, einem monoklonalen Antikörper, oder Tacrolimus behandelt. Beides sind Immunmodulatoren, die das Immunsystem und damit die Entzündungsreaktion dämpfen sollen. Probiotika bei Colitis ulcerosa oft sehr hilfreich Um ein beschwerdefreies Intervall zu verlängern, haben sich bei Unverträglichkeit von Aminosalicylaten Probiotika mit Escherichia-coli-Bakterien vom Stamm Nissle oder bei Kindern auch VSL#3 – ein probiotisches Mittel, das aus verschiedenen Bakterienstämmen hergestellt wird – als wirksam erwiesen. Das sind Präparate, die lebende Mikroorganismen enthalten. Sie wirken, indem sie die Darmflora positiv beeinflussen. Operativer Eingriff bei Colitis ulcerosa In der Regel sind die Symptome der Colitis ulcerosa mit Medikamenten gut in den Griff zu bekommen. Nur in wenigen Fällen muss der Dickdarm entfernt werden. Der operierende Arzt kann dabei heutzutage die Schließmuskulatur oft erhalten. Ein künstlicher Darmausgang ist nur noch selten nötig. Alternative Medizin bei Colitis ulcerosa Ein weiteres Präparat, das die herkömmliche Medikamenten-Therapie ergänzen kann, ist der indische Flohsamen (Plantago ovata). Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der indische Flohsamen die beschwerdefreien Zeiträume verlängern kann. Es gibt aber bisher zu wenige Beweise für seine Wirksamkeit, um eine generelle Anwendung zu empfehlen. Für das aus der ayurvedischen Medizin stammende Harz des indischen Weihrauchbaums (Boswellia serrata) und die aus der traditionellen chinesischen Medizin stammenden Jian-Pi-Ling-Tabletten kann zurzeit keine Empfehlung gegeben werden, da das Studienmaterial nicht ausreicht und die Ergebnisse der vorhandenen Studien zu unterschiedlich ausfallen. Anders als bei Morbus Crohn erhalten Patienten mit Colitis ulcerosa Medikamente auch in der beschwerdefreien Zeit.
Colitis ulcerosa – Medikamente: Kortison
Bei Colitis ulcerosa wirken Kortisonpräparate und 5-Aminosalizylsäure gegen eine Entzündung. Kortison sollte nur in akuten Colitis-ulcerosa-Phasen genommen werden, denn es kann Osteoporose