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Herzneurose – Erfahrungsbericht
Herzneurotiker glauben oft, sie stünden mit ihren Ängsten und Problemen allein da. Dieses beunruhigende Gefühl möchten wir Ihnen mit einem Erfahrungsbericht eines Berliner Patienten, der heute 47 Jahre alt ist, nehmen. Freunden, Ehepartnern, Eltern und Kindern kann dieses Protokoll zudem helfen, die Ängste zu verstehen. Dieses Mal könnte es ernst sein Ich wechsle immer wieder die Position, als ob ich so meinem Körper und der Situation entfliehen könnte. Schweiß steht mir auf der Stirn. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe Angst, diese Nacht nicht zu überleben. Auch im Sitzen lässt das rasende Pochen hinter den Rippen nicht nach. Die Ärzte haben gesagt, dass ich ganz gesund sei. Doch was, wenn die Ärzte etwas übersehen haben? Auch wenn es das letzte Mal meine Angst war, jetzt könnte es ja eine echte Herzrhythmussstörung sein. Die Ärzte glauben, ich hätte Drogen genommen Ich erlebe diese Situation nicht zum ersten Mal und weiß, dass die Ärzte in der Notaufnahme ganz gelassen, ja manchmal sogar genervt reagieren werden. Sie werden mich wieder fragen, welche Drogen ich denn eingeworfen habe. Doch die Angst siegt: Ich bitte einen Freund, mich ins Krankenhaus zu begleiten. Hier bin ich kein Unbekannter. Ich werde gelassen in Empfang genommen. Die einfachen Routineuntersuchungen, Blutdruckmessung, Ruhe-EKG und die Blutuntersuchung zeigen normale Werte. Das Herz schlägt schnell aber regelmäßig. Ich könne eine halbe Tablette des Betablockers einnehmen, der mir beim letzten Mal offenbar auch geholfen hat, schlägt die Ärztin vor. Ein enger Freund war gerade gestorben Es begann damit, dass ich auf einer Wanderung im Himalaya einmal ein Druckgefühl auf der Brust, starkes Herzpochen und große Angst verspürt habe. Dann vor sechs Jahren habe ich einen richtigen Herzanfall auf einer Party erlebt. Es folgten zwei Jahre, die vollständig bestimmt waren von der Angst vor dem Herztod. Es war ohnehin eine sehr schwierige Zeit in meinem Leben: Ein sehr enger Freund war mit gerade vierzig unheilbar erkrankt und gestorben. Die Probleme in meiner Beziehung wurden unerträglich und eine Trennung unvermeidlich. Jeden Tag habe ich erlebt, als sei es mein letzter. Nachts musste ich das Licht brennen lassen. Reisen war unmöglich. Selbst mit der U-Bahn in einen entfernten Stadtteil zu fahren, kam einer Mutprobe gleich. Fast täglich erlebte ich Attacken. Oft nachts. Liegen bleiben konnte ich nicht. Mein Vater starb früh an einem Schlaganfall Schon bevor die erste Attacke auftrat, hatte ich lange nicht mehr geraucht. Ich bin immer schlank gewesen, treibe regelmäßig Sport und ernähre mich gesund. Herzkrankheiten hat es in unserer Familie nie gegeben. Mein Vater ist allerdings an einem Schlaganfall gestorben, ganz plötzlich während der Arbeit. Da lebten meine Geschwister und ich noch zu Hause. Ich habe Strategien entwickelt Inzwischen geht es mir besser. Ob es die zweijährige Psychotherapie bei einem Gestalttherapeuten gewesen ist oder der Besuch einer Selbsthilfegruppe für Panikstörungen – „die Angsthasen“, wie ich sie nenne – das weiß ich nicht. Es ist auch nicht so, dass die Herzangst völlig verschwunden ist. Nur seltener ist sie geworden. Ich habe eben Strategien entwickelt. Inzwischen kann ich sogar wieder fliegen. Geholfen hat mir ein Psychologe aus der Selbsthilfegruppe: Er entgegnete einer Teilnehmerin, die sich aus Angst auf der Reise zu sterben, ihren Lebenstraum einer Ägypten-Reise nicht erfüllen wollte: „Sie sind doch ohnehin überzeugt jeden Moment sterben zu müssen, dann sterben Sie eben in Ägypten statt in Berlin.“ Mehr Erfahrungsberichte auf vitanet.de:
Wissen A-Z – S
Das Lexikon zu Herz-Kreislauferkrankungen erklärt Begriffe von A bis Z. Unter dem Buchtstaben S finden Sie beispielsweise Erklärungen zu Schaufensterkrankheit, Schlaganfall, Sinusknoten, Sonographie
Folgeerkrankungen von Fettstoffwechselstörungen
Unmittelbare Folgeerkrankung von Fettstoffwechselstörungen (erhöhten Blutfettwerten) ist Arteriosklerose. Sie kann u.a. zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.
Gesundheitsvideos der Woche
Bluthochdruck ist weit verbreitet – und gefährlich. Denn die Folgen können Herzinfarkt und Schlaganfall sein. Lesen Sie, wie zu hoher Blutdruck entsteht und was Sie dagegen tun können. mehr
Herzfehler – Mitralstenose
Der Blutstrom vom linken Vorhof in die linke Herzkammer wird durch die Mitralklappe geregelt. Ist sie verengt, erreicht weniger Blut die Herzkammer und staut sich stattdessen im Vorhof. Der Blutrückstau bei einer Mitralstenose kann bis in die Lunge und von dort bis in die rechte Herzkammer reichen. Eine Mitralstenose ist oft die Folge einer rheumatischen Endokarditis. Frauen sind von diesem häufigsten erworbenen Herzfehler öfter betroffen als Männer. Diagnose mit Herzultraschall (Echokardiografie) Schon bei einer leichten Mitralstenose hört der Arzt mit dem Stethoskop ein charakteristisches Herzgeräusch. Mithilfe der Echokardiografie untersucht er dann genau, wie weit sich die Klappe noch öffnet, wie viel Blut noch hindurchströmt und wie stark bereits der Rückstau in den linken Vorhof ist. Bluthusten bei schwerer Mitralstenose Symptome einer stärkeren Einengung sind Luftnot zunächst bei Belastung, später schon in Ruhe, außerdem Herzrhythmusstörungen und manchmal sogar Bluthusten. Ein Patient mit einer Mitralstenose hat oft bläulich-rote Wangen und bläuliche Lippen – das sogenannte Mitralgesicht. Gefürchtete Folge der Mitralstenose: der Schlaganfall Eine Mitralstenose ist besonders wegen der Gefahr einer Embolie gefürchtet. Durch den unregelmäßigen Herzschlag und die gedehnten Vorhöfe bleibt das Blut länger in den Vorhöfen und gerinnt dort leichter. Werden die Blutgerinnsel in den Kreislauf gespült, können sie überall Gefäße verstopfen. Wenn ein Gerinnsel eine Hirnarterie blockiert, kann dies zum Schlaganfall führen. Aber auch Gefäßverschlüsse an Armen, Beinen und den inneren Organen kommen vor. Behandlung abhängig vom Stenosegrad Eine leichte Mitralstenose, die keine Beschwerden verursacht, wird meist nicht behandelt, allerdings muss der Patient seine körperliche Belastungsgrenze sehr gut kennen und darf sich nicht überlasten. Folgende Medikamente werden am häufigsten eingesetzt: Steht die Lungenstauung im Vordergrund, gibt der Arzt Diuretika. Der Patient darf dann nicht mehr so viel trinken. Außerdem werden Betablocker, Digitalisglykoside und Kalziumantagonisten gegeben, um das Herz zu entlasten und den Herzrhythmus zu stabilisieren. Alle Patienten mit Vorhofflimmern und nach einer Embolie erhalten gerinnungshemmende Medikamente, um der Gerinnselbildung im linken Vorhof vorzubeugen. Verengte Mitralklappe wird aufgedehnt Mithilfe eines Herzkatheters kann die verengte Mitralklappe aufgedehnt werden (Mitralvalvuloplastie). Diese Behandlungsmethode wird inzwischen auch schon bei Patienten mit einer mittelschweren Mitralstenose eingesetzt. Es besteht allerdings die Gefahr, dass die Vorhofscheidewand durch den Katheter verletzt oder die Klappe zu stark aufgedehnt und dadurch undicht wird (Mitralinsuffizienz). Kommt eine Aufweitung nicht in Betracht, können die verengten Segelhälften chirurgisch getrennt werden (Komissurotomie) oder eine künstliche Herzklappe kommt zum Einsatz.
Herzrhythmusstörungen – Vorhofflimmern
Der Sinusknoten ist die herzeigene Erregungszentrale. Sendet er mehr als 100 Erregungsimpulse in der Minute aus, wird der Herzschlag sehr schnell, weil sich bei normaler Reizleitung die Kammern automatisch dem raschen Takt anpassen. Oft ist der schnelle Pulsschlag völlig ungefährlich. Sinustachykardien Bei untrainierten Menschen beginnt das Herz schon beim normalen Treppensteigen über mehrere Etagen zu rasen. Auch Kaffee, Nikotin, Alkohol, Medikamente, Drogen, Fieber, oder eine Schilddrüsenüberfunktion lassen unser Herz schneller schlagen.Sinustachykardien meist ungefährlichNormalisiert sich der Puls nicht von allein, muss der Arzt die Ursache der Tachykardie herausfinden und möglichst gezielt behandeln. Sinustachykardien sind aber in der Regel ungefährlich und gut behandelbar. Gefährliches Vorhofflimmern Andere, von den Vorhöfen ausgehende schnelle Schlagfolgen können dagegen gefährlich werden. Dies ist der Fall, wenn sich die Herzkammern zwischen den Schlägen nicht ausreichend mit Blut füllen und dadurch auch weniger Blut in den Kreislauf gepumpt wird. Am meisten verbreitet ist das Vorhofflimmern. Hier schlagen die Vorhöfe mehr als 350 Mal in der Minute. Die Kammern schlagen mit 150-180 Schlägen pro Minute ebenfalls zu schnell, aber völlig unabhängig von den Vorhöfen. Deshalb wird dieser Rhythmus auch als „absolute Arrhythmie“ bezeichnet. Vorhofflimmern oft bei Bluthochdruck und KHK Vorhofflimmern nimmt im Alter zu und tritt oft zusammen mit Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz auf. Auch nach Herzoperationen kommt es oft zu Vorhofflimmern, was sich aber bei vielen Patienten von allein wieder zurückbildet. Schlaganfall durch Gerinnselbildung im Vorhof Vorhofflimmern ist gefährlich, weil das lange in den Vorhöfen kreisende Blut dort gerinnen kann. Wird ein solches Blutgerinnsel aus dem Herzen in den Kreislauf geschwemmt, kann es arterielle Blutgefäße im Gehirn, der Lunge, den Nieren, den Armen, den Beinen oder im Bauchraum verstopfen. Am häufigsten kommt es dabei zu einem Schlaganfall. Gerinnselbildung verhindern Um die Gerinnselbildung zu verhindern, bekommen Patienten mit Vorhofflimmern, die älter als 60 Jahre sind und zusätzliche Risikofaktoren wie KHK oder Diabetes mellitus aufweisen, dauerhaft gerinnungshemmende Medikamente. Inzwischen richtet sich die Behandlung des Vorhofflimmerns nicht mehr ausschließlich darauf, den normalen Sinusrhythmus wiederherzustellen, sondern die Herzfrequenz mit Medikamenten wie Betablockern zu normalisieren. Störende Leitungsbahnen unterbrechen Die Behandlung aller Tachykardien einschließlich Vorhofflattern oder kreisender Vorhoferregung dient einzig dem Ziel, einen regelmäßigen, ausreichend kräftigen Blutauswurf aus den Herzkammern zu gewährleisten. Neben der Gabe von Medikamenten wie Antiarrhythmika können auch elektrische Leitungsbahnen mittels Herzkatheter unterbrochen (Katheterablation) sowie der gestörte Herzrhythmus elektrisch umgepolt werden (Kardioversion).
Herzerkrankungen – Thrombozyten-Aggregationshemmer
Thrombozyten-Aggregationshemmer sind die Basis-Therapie nach einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt. Sie verhindern, dass sich die Blutplättchen zusammenballen und verklumpen. Wirkung und Anwendung von Thrombozyten-Aggregationshemmer Thrombozyten-Aggregationshemmer hemmen die Zusammenballung der Blutplättchen (der Thrombozyten) zum Blutpfropf (Gerinnsel).Diese Erkrankungen werden damit behandelt: Herzinfarkt, Schlaganfall, Koronare Herzkrankheit, Periphere arterielle Verschlusskrankheit, nach einer Bypass-Operation ASS: günstig und effektiv Am häufigsten wird der Wirkstoff ASS verordnet, weil damit die meiste Erfahrung vorliegt, eine gute Studienlage besteht und es am kosteneffektivsten ist. ASS ist deshalb das Mittel der ersten Wahl. Wird es nicht vertragen, kann auf einen anderen Wirkstoff ausgewichen werden. ASS führt zu einer irreversiblen Plättchenhemmung mit einer Wirkdauer von sieben bis zehn Tagen. Der Effekt hält daher auch nach dem Absetzen noch einige Tage an. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure wird auch als Schmerzmittel verwendet, dann allerdings in höheren Dosierungen als für die Plättchenhemmung, bei der Dosen von 30 bis 300 Milligramm pro Tag zur Anwendung kommen. Clopidogrel Clopidogrel wirkt über einen anderen Mechanismus als ASS. Es kann beispielsweise an dessen Stelle bei Unverträglichkeit gegeben werden. Es wird auch vor einer Herzkatheter-Untersuchung angewendet. Werden mithilfe des Katheters verengte Herzkranzgefäße mit einem Ballon aufgeweitet, bekommen die Patienten auch im Anschluss dauerhaft Thrombozyten-Aggregationshemmer verordnet. Beim Herzinfarkt ist die Kombination von ASS und Clopidogrel angezeigt. Thrombozyten-Aggregationshemmer nach Stents Wurde am Herzen ein Stent eingesetzt, werden anschließend ebenfalls Thrombozyten-Aggregationshemmer gegeben. Bei medikamentenbeschichteten Stents wird derzeit eine zwölfmonatige, kombinierte Gabe von Clopidogrel und ASS empfohlen, bei unbeschichteten Stents wird meist vier Wochen lang kombiniert behandelt. Danach wird die Therapie mit ASS fortgesetzt. Die Forschung läuft auf diesem Gebiet allerdings auf Hochtouren: Dementsprechend werden die Empfehlungen, welches Medikament wie lange gegeben werden soll, fortlaufend an die neuesten Studienergebnisse angepasst. Nebenwirkungen Vorsicht Magengeschwür Werden Thrombozyten-Aggregationshemmer dauerhaft eingenommen, steigt die Gefahr für Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Deshalb ist bei Patienten, die bereits einmal ein Magengeschwür hatten, besondere Vorsicht geboten: Sie sollten die Tabletten nie auf nüchternen Magen und mittags einnehmen., Blutungsgefahr ist erhöht Patienten, die Thrombozyten-Aggregationshemmer einnehmen, sollten wissen, dass auch kleine Verletzungen länger bluten. Wenn Sie ungewöhnliche Blutungen, etwa an der Haut beobachten, lassen Sie sich unverzüglich ärztlich untersuchen., Weitere Nebenwirkungen Selten treten Blutbildveränderungen auf. Auch allergische Reaktionen können vorkommen. Von einigen Asthmapatienten wird ASS nicht vertragen. Sie können alternativ eine der anderen Substanzen bekommen. Wenn Sie sich neu in eine ärztliche oder zahnärztliche Praxis begeben, informieren Sie die Behandelnden gleich zu Beginn darüber, welche Medikamente Sie einnehmen. Das ist für die Planung von Eingriffen und Operationen wichtig, aber auch, um eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten abschätzen zu können. Kombinationen Thrombozyten-Aggregationshemmer können gut miteinander, aber auch mit den meisten anderen herzwirksamen Medikamenten kombiniert werden. In Einzelfällen ist auch die Kombination mit Antikoagulanzien notwendig, sie muss aber wegen der erhöhten Blutungsgefahr sorgfältig geprüft und kontrolliert werden.
Therapie bei PAVK
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit bedeutet ab dem Stadium II nicht nur Schmerzen beim Gehen, sie kann auch zu Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Um das zu vermeiden, werden ab Stadium II der Erkrankung meist Medikamente eingesetzt. Beispielsweise senken Thrombozytenfunktionshemmer wie die Acetylsalicylsäure das Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen. Zudem kann es sinnvoll sein, die Ursachen der Schaufensterkrankheit zu behandeln. Das Rauchen sollte aufgegeben, Übergewicht gesenkt und ein Diabetes mellitus eingestellt werden. Medikamentös kann man mit lipidsenkenden Mitteln die Blutfettwerte regulieren, der Bluthochdruck sollte mit Diuretika, Beta-Blockern und ACE-Hemmern normalisiert werden.Bei akuten Gefäßverschlüssen, die meistens durch Gerinnsel entstehen, werden oft auch Fibrinolytika eingesetzt. Das sind Medikamente, die entweder in eine Vene oder direkt in das verschlossene Blutgefäß gespritzt werden und das Gerinnsel auflösen sollen. Invasive Eingriffe bei der PAVK Medikamente können die Beschwerden jedoch nicht sofort lindern. Das ist nur mit einem Eingriff möglich. Je nach Ausdehnung und Lokalisation der Gefäßveränderung, Symptomatik und Zustand des Patienten kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung: Die interventionellen Eingriffe sind: die perkutane transluminale Angioplastie (PTA), in das Blutgefäß eingeführte Katheter können aufgeblasen werden und weiten dadurch das Gefäß auf., das Einsetzen eines Stents: Bei der Operation wird das Gefäß mithilfe eines Katheters erweitert. Anschließend wird eine Drahthülse, ein sogenannter Stent eingesetzt, um zu verhindern, dass sich die Arterie wieder verschließt. Die operativen Eingriffe sind: die Bypass-Operation: Das verschlossene Stück der Arterie wird durch ein Venenstück überbrückt, das vorher an anderer Stelle entnommen wurde., das Einsetzen von Gefäßprothesen: an manchen Stellen im Gefäßsystem können auch verschlossene Bereiche entfernt und durch Prothesen ersetzt werden., Das Thrombendarteriektomie: der die Arterie verschließende Pfropf wird entfernt und das Gefäß kann zusätzlich mit einem Patch erweitert werden. Ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit schon weit fortgeschritten, ist häufig eine Amputation nötig. Das mindert nicht nur die Lebensqualität erheblich, sondern geht auch mit einem erhöhten Sterberisiko einher. Die Anpassung einer Prothese an den verbleibenden Extremitätenstumpf ist oft langwierig. Angepasster Lebensstil und Gehtraining Umso wichtiger ist es, seinen Lebensstil rechtzeitig anzupassen. Denn alle Therapiemöglichkeiten bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit, wie Medikamente oder Operationen, können nur dann zu einer langfristigen Verbesserung führen, wenn der Betroffene sein Leben richtig gestaltet. Der wichtigste Schritt dabei ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist jedoch auch sinnvoll, sich gesund zu ernähren, Übergewicht abzubauen und Sport zu treiben. Zudem gehört ein Gehtraining zur Therapie der Schaufensterkrankheit. Unter Anleitung eines Physiotherapeuten machen Betroffene bestimmte Übungen. Die Bewegung verbessert die Durchblutung und lindert so die Beschwerden.
Therapie: Medikamente bei PAVK
Jeder Patient mit einer PAVK sollte mit einem Thrombozytenfunktionshemmer behandelt werden. Dadurch soll das Risiko von Herz-Kreislauf-Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall gesenkt werden. Als Medikamente stehen hierfür Acetylsalicylsäure (ASS) und Clopidogrel zur Verfügung. Cilostazol, ein Phosphodiesterasehemmer, der durch Einwirkung auf die Blutgefäßwand und die Blutplättchen die Durchblutung verbessert, wird eingesetzt, um die schmerzfreie Gehstrecke zu verlängern. Auch alle weiteren Erkrankungen, die die Gefäße zusätzlich schädigen, werden medikamentös behandelt: Bei erhöhten Blutfettwerten – LDL-Cholesterin, Lipoproteine und Lipoprotein a – lohnt sich eine Therapie mit lipidsenkenden Medikamenten. Mehrere Studien haben gezeigt, dass eine Behandlung erhöhter Blutfette das Fortschreiten der Schaufensterkrankheit verhindern kann. Bei Bluthochdruck sind Diuretika, Beta-Blocker und ACE-Hemmer erfolgversprechend. Bei Diabetes sollte an eine Behandlung mit Insulin gedacht werden, selbst wenn der Diabetes noch nicht voll ausgeprägt ist und bisher nur eine Glukoseintoleranz besteht. Ziel ist ein Nüchternblutzucker zwischen 80 und 120 mg/dl und ein HbA1c-Wert unter 6,5 Prozent (entspricht etwa 43 mmol/mol). Bei akuten Gefäßverschlüssen, die meistens durch Gerinnsel entstehen, werden oft auch Fibrinolytika eingesetzt. Das sind Medikamente, die entweder in eine Vene oder direkt in das verschlossene Blutgefäß gespritzt werden und das Gerinnsel auflösen sollen.Im fortgeschrittenerem Stadium (ab IIb) benötigen die Patienten oft Schmerzmittel (Analgetika). Bewährt haben sich Tramadol und Novalminsulfon. In Stadium III und IV sind die Schmerzen häufig so stark, dass nur noch ein Morphin-Präparat hilft. Patienten, die Analgetika einnehmen und trotzdem unter Schmerzen leiden, tun gut daran, einen Schmerztherapeuten aufzusuchen. Diese Ärzte sind darauf spezialisiert, individuelle Schmerztherapie-Pläne zu entwickeln.
Wie Telemedizin die ländliche Gesundheitsversorgung verbessert
Wer in einer ländlichen Region wohnt, muss eine schlechtere medizinische Versorgung als in der Stadt befürchten. Telemedizinische Lösungen sollen den Versorgungsengpass lindern. Einige Beispiele. Ursachenforschung: der Ärztemangel, der keiner ist In Deutschland fehlen Ärzte, vor allem in ländlichen Regionen. Es mangelt an Fachärzten – Kinder- und Jugendpsychiater, Hautärzte, Augenärzte – aber besonders häufig fehlen Hausärzte. Allerdings sind Arztzahlen in Deutschland so hoch wie nie. Wie ist das möglich?Zahlenmäßig sind genügend Ärzte vorhanden. Doch diese sind aus Sicht der ländlichen Regionen ungünstig verteilt. Während Hausärzte auf dem Land fehlen, ist die Arztdichte in manchen Städten oder einzelnen Regionen überproportional hoch. Ein weiterer Faktor: Immer mehr Ärzte arbeiten in Krankenhäusern – immer weniger in niedergelassenen Arztpraxen. Und der Ärztemangel in den ländlichen Regionen verschärft sich weiter, da dort vermehrt ältere Menschen leben und dementsprechend der Bedarf im Verhältnis höher ist. Zudem erscheint vielen Ärzten, insbesondere jungen, eine Praxis auf dem Land kaum attraktiv. Oft verdienen sie dort weniger, müssen mit mehr Bürokratisierung kämpfen, hinzu kommt eine schlechtere Infrastruktur. Die Politik kennt das Problem – und hat mehrere Gesetze erlassen, um die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern und den Beruf Landarzt attraktiver zu machen. Zeitgleich setzen Politik und Versorger auf neue technologische Lösungen – unter anderem die Telemedizin. Telemedizinischen Lösungen sollen den Versorgungsengpass lindern Die Telemedizin soll helfen, die räumliche Entfernung zwischen Arzt und Patient oder zwischen den Ärzten zu überwinden. Telemedizin kann, beispielsweise Gesundheitsdaten des Patienten, mittels Telekommunikation und Informatik erfassen und vom Patienten zum Arzt oder zwischen Ärzten und Kliniken übermitteln und verarbeiten. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten für die Gesundheitsversorgung. Die folgenden telemedizinischen Anwendungen sind in Deutschland bereits im Einsatz und sollen dem medizinischen Versorgungsengpass auf dem Land gezielt entgegenwirken: Der TeleArzt – Hausbesuch mit telemedizinischem Rucksack Der TeleArzt ist ein telemedizinisches Versorgungssystem, das niedergelassene Hausärzte in ländlichen Regionen folgendermaßen entlasten soll. Die zeitintensiven Hausbesuche führt nicht mehr nur der Arzt selbst durch, sondern im Rahmen des TeleArztes übernimmt das ein speziell ausgebildeter medizinischer Fachangestellter. Mit dabei hat er seine telemedizinische Ausrüstung, den „TeleArzt-Rucksack“. Mit der telemedizinischen Ausstattung aus dem Rucksack, erhebt der Fachangestellte Daten zum Gesundheitszustand der Patienten – EKG, Sauerstoffgehalt im Blut oder Werte zur Lungenfunktion. Mithilfe eines Tablets sendet er dann die Werte verschlüsselt in die Hausarztpraxis, wo sie automatisch der Patientenakte zugeordnet werden. Bei Bedarf kann sich der Arzt über eine gesicherte Videokonferenz zuschalten und ein ärztliches Konsil starten, Fragen stellen oder beantworten.In der Praxis bedeutet das eine Zeitersparnis für den Arzt. Er kann die Versorgung sicherstellen und die Zahl der Hausbesuche bei Bedarf sogar steigern. Insbesondere in dünn besiedelten Regionen, die lange Fahrtstrecken notwendig machen, ist das eine große Entlastung. Der Telenotarzt – Erste Hilfe aus der Leitstelle Ein Beispiel, wie Telemedizin die medizinische Versorgung im akuten Notfall verbessern kann, ist der Telenotarzt. Ein Telenotarzt fährt nicht im Rettungswagen mit, sondern arbeitet von einer Telenotarzt-Zentrale aus. Im Notfall konsultiert ihn das Rettungspersonal. Die Sanitäter übermitteln ihm dann aus dem Rettungswagen die Vitaldaten des Patienten wie EKG, Blutdruck oder Puls mithilfe von Telekommunikations- und Diagnosetechnik direkt in die Zentrale. Zudem sieht der Telenotarzt den Patienten durch eine Kamera und kann per Mikrophon mit den Rettungsassistenten sprechen und sie anweisen. Durch den Telenotarzt steht dem Rettungsdienstpersonal, das im Rettungswagen im Einsatz ist, jederzeit ein Notarzt zur Verfügung. Die Zeit bis ein Notarzt vor Ort eintrifft wird so überbrückt oder der Notarzt vor Ort kann sich selbst eine zweite Meinung einholen. Eine weitere Besonderheit: Der Telenotarzt in der Leitstelle kann sich über verschiedene Bildschirme sogar um mehrere Einsätze nahezu parallel kümmern. Die Folge: Ärzte können gezielter eingesetzt werden, die direkte notärztliche Versorgung verbessert und Kosten gesenkt werden. Tele-Stroke-Units – telemedizinische Schlaganfallbehandlung Die ideale Versorgung nach einem Schlaganfall bieten spezialisierte Schlaganfall-Stationen, sogenannte Stroke Units, mit hochqualifizierten Fachärzten – doch in ländlichen Regionen sind Stroke-Units kaum zu finden. Durch Telemedizin können Menschen, auch wenn sie einen Schlaganfall fern von jeder Stroke-Unit erleiden, trotzdem von diesen Fachärzten behandelt werden. Kommt ein Schlaganfallpatient in ein regionales Krankenkaus, das mit einer spezialisierten Klinik telemedizinisch vernetzt ist, können die Ärzte des regionalen Krankenhauses den Spezialisten per Videokonferenz zuschalten. Dieser bekommt durch telemedizinische Übertragung Zugang zu allen relevanten Werten und Patienteninformationen und kann so eine Therapieempfehlung aussprechen. In den meisten Fällen erfolgt die Therapie vor Ort im ländlichen Krankenhaus, nur ein Teil der Patienten muss in eine Spezialklinik verlegt werden. Die Telemedizin ermöglicht so eine zeitnahe Diagnose und Therapie und damit die wohnortnahe Versorgung von Schlaganfallpatienten. Telemonitoring – der Patient hilft mit Telemedizin direkt anwenden, können Patienten zum Beispiel mittels Telemonitoring. Es eignet sich vor allem für chronische Kranke, die engmaschig überwacht werden müssen – etwa Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz. Beim Telemonitoring erhebt der Patient selbst mithilfe telemedizinischer Geräte seine Werte wie Gewicht, Blutdruck, Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung. Die Daten werden dann sofort und automatisch an den Arzt übermittelt, der diese regelmäßig kontrolliert. Telemonitoring hat zum einen den Vorteil, dass der Patient aktiv in seine Behandlung einbezogen ist und seine Werte stets genau kennt – zum anderen werden mehr Daten erhoben. So kann der Arzt schneller erkennen, wenn sich der Gesundheitszustand seines Patienten verschlechtert und entsprechende Maßnahmen einleiten. Telemedizin mit Potenzial Der erfolgreiche Einsatz der Telemedizin zeigt, dass neue Technologien Ärzte unterstützen und entlasten können und das Potenzial haben, die medizinische Versorgung insbesondere auf dem Land zu verbessern. Denn mithilfe von Telemedizin wird räumliche Distanz zwischen (Fach-)Arzt und Patient überbrückt, Kompetenzen können gebündelt und Arbeitsvorgänge effizienter werden.