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Mundschleimhaut- & Zahnfleischentzündung
Verschiedene Faktoren können zu einer Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) oder einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen. Dazu gehören: unzureichende Mundhygiene Infektionen mit Herpesviren, Bakterien oder Hefepilzen trockene Mundschleimhaut (häufig im Alter) Verletzungen (Verzehr harter, kantiger Lebensmittel, Bissverletzung beim Kauen, zu harte Zahnbürste) Verbrennungen oder Reizungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleischs (beispielsweise durch den Verzehr heißer Speisen beziehungsweise Getränke) Allergien (zum Beispiel gegen bestimmte Speisen oder Zahnprothesenmaterial) schlecht sitzende Prothesen oder Zahnspangen Vitamin A-, B- oder C-Mangel Eisen- oder Folsäuremangel geschwächter Allgemeinzustand Plaque, Zahnstein, Karies Hormonschwankungen (beispielsweise in Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren), bestimmte Erkrankungen, beispielsweise Lichen ruber und andere Dermatosen, Therapie mit Zytostatika (Chemotherapie), bestimmte Nahrungsmittel, zum Beispiel Nüsse, Zitrusfrüchte, Tomaten, Käse und vieles mehr
Blasenentzündung – Frauen
Dass Frauen sehr viel häufiger an einer Harnblasenentzündung (kurz: Blasenentzündung, medizinisch: Zystitis) leiden als Männer, hat zwei hauptsächliche Gründe: Erstens ist die Harnröhre der Frau kürzer als die des Mannes, sodass Keime auch einen kürzeren Weg in die Blase haben. Und zweitens liegen Harnröhrenausgang und Afterregion bei Frauen dicht beieinander. So kann es leichter zu Schmierinfektionen mit dem Haupterreger für Blasenentzündung kommen – E. coli, einem Bakterium, das Bestandteil einer gesunden Darmflora ist. Neueren Untersuchungen zufolge sind jedoch diese einleuchtenden Erklärungen möglicherweise gar nicht so bedeutsam für die Empfänglichkeit von Blasenentzündungen wie Anomalien des Immunsystems. Hier ist sicherlich noch Forschung nötig.Unbestritten ist jedoch, dass auch Geschlechtsverkehr zu einer Verschleppung von Keimen in die Blase beitragen kann – die sogenannte Honeymoon-Zystitis. Auch Verhütungsmethoden, die auf das Abtöten von Spermien abzielen und damit das gesunde, erregerabweisende Scheidenmilieu (vorübergehend) aus dem Gleichgewicht bringen können, können Ursache für eine Blasenentzündung sein. Das Gleiche gilt übrigens für Antibiotikatherapien, die sich ebenfalls ungünstig auf die gesunde Scheidenflora der Frau auswirken und damit Keime begünstigen, die in die Harnblase wandern können. Auch die körperlichen Umstellungen während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren (Klimakterium) können die Entstehung eines Harnweginfekts begünstigen.
Brustkrebs – Früherkennung/Vorsorge
Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist es auch bei Brustkrebs entscheidend, wann er entdeckt wird. Denn: Je früher die Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb sollte sich jede Frau Zeit nehmen für die monatliche Selbstuntersuchung der Brust – und regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt. Die Brustuntersuchung können Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, am besten in der Zeit unmittelbar nach der Menstruation durchführen, da dann die Brust weicher ist und sich besser abtasten lässt. Achten Sie auf sichtbare Veränderungen an Brust, Brustwarze oder Haut und tasten Sie beide Brüste und Achselhöhlen sorgfältig auf Knoten hin ab. Falls Sie bei dieser Selbstuntersuchung etwas Verdächtiges bemerken, sollten Sie möglichst zügig einen Arzt aufsuchen. Die Krankenkassen bezahlen jeder Frau ab dem 30. Lebensjahr einmal pro Jahr eine körperliche Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt. Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr werden alle zwei Jahre schriftlich zur Mammografie eingeladen. Häufig werden diese auch fälschlicherweise als „Vorsorgeuntersuchungen“ bezeichnet. Eine Vorsorge vor der Entwicklung von Brustkrebs ist nicht möglich, man kann nur versuchen, durch Früherkennungsuntersuchungen den Krebs so früh wie möglich zu erkennen.
Brustkrebs – Symptome
In 60 bis 70 Prozent der Fälle bemerkt die Frau selbst erste verdächtige Symptome, zum Beispiel einen neu aufgetretenen Knoten in der Brust. 15 bis 30 Prozent aller Brustkrebs-Erkrankungen werden durch den Arzt festgestellt. Nur acht Prozent der Tumoren werden vor dem Auftreten von Beschwerden mithilfe von Untersuchungen wie der Mammografie oder Ultraschall entdeckt. Verdächtige Krankheitszeichen sind: Knoten in der Brust Ein Knoten ist erst ab einem Durchmesser von zirka zwei Zentimetern tastbar. Er fühlt sich fest, unregelmäßig begrenzt an und lässt sich nicht verschieben. Ein Krebsknoten schmerzt in der Regel nicht. Bei einem gedachten Kreuz durch die Brust sind Krebsknoten bei 55 Prozent der Patientinnen im äußeren oberen Quadranten lokalisiert. Bei jeweils 15 Prozent der Erkrankten Frauen an der Brustwarze und im inneren oberen Quadranten. Zehn Prozent der Knoten befinden sich im äußeren unteren und fünf Prozent im inneren unteren Quadranten. Veränderung an der Brustwarze Auffällig sind Einziehungen einer Brustwarze, Entzündungen und Hautveränderungen sowie blutige Absonderungen. Veränderungen der Brustgröße oder der Haut In manchen Fällen bemerkt die Frau zunächst einen Größenunterschied beider Brüste oder eine Einziehung der Haut an einer Stelle. Großporige, sogenannte „Orangenhaut“ ist ein Warnzeichen, das unbedingt beachtet werden muss. Auch eine auffällige Rötung, Entzündung oder unterschiedliches „Verhalten“ der Brüste beim Heben der Arme sind verdächtige Zeichen. Schwellung in der Achselhöhle Eine Schwellung in der Achselhöhle gehört zu den Krankheitszeichen im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium, da sie auf eine Beteiligung der Achsellymphknoten hinweist. Brustkrebs wächst im Allgemeinen langsam, kann sich aber auch vor allem bei Frauen vor den Wechseljahren schon innerhalb eines Jahres entwickeln.
Brustkrebs – Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs sind noch nicht bekannt. Bei den meisten Frauen, die an Brustkrebs erkranken, lässt sich kein bestimmter Risikofaktor als eindeutiger Auslöser für die Krebserkrankung nachweisen. Wahrscheinlich spielt bei der Entstehung von Brustkrebs eine Kombination aus mehreren Einflussfaktoren eine Rolle. Folgende Faktoren können das Brustkrebs-Risiko erhöhen: genetisches Risiko durch spezifische GeneUm das erbliche Risiko einer Brustkrebserkrankung besser einschätzen zu können, ist zunächst eine sogenannte genetische Beratung sinnvoll. Bei Bedarf kann anschließend die molekularbiologische Untersuchung einer Blutprobe Aufschluss über Genveränderungen geben. hormonelle RisikofaktorenStudien zeigen: Je mehr Menstruationszyklen eine Frau in ihrem Leben hat, desto höher ist ihr Brustkrebsrisiko. Und auch eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Mammakarzinoms. Ernährung, Gewicht und AlkoholkonsumGesunde Ernährung, die Vermeidung von Übergewicht und der Verzicht auf Rauchen machen einen gesunden Lebensstil aus und sind deshalb ratsam. Ein Zusammenhang mit Brustkrebs ist aber bisher nicht eindeutig erwiesen – im Gegensatz zu regelmäßigem Alkoholkonsum, der das Risiko erhöht. weitere RisikofaktorenAuch gutartige Veränderungen der Brust und ein höheres Lebensalter steigern das Risiko für Brustkrebs. Liegen bei Ihnen ein oder mehrere Risikofaktoren vor, heißt das nicht zwangsläufig, dass Sie an Brustkrebs erkranken werden. Sie sollten aber in jedem Fall die angebotenen Früherkennungsuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt nutzen und auch an regelmäßige Selbstuntersuchungen denken.
Depression – Erbanlagen, Geschlecht
Als Ursachen einer Depression spielen auch die genetischen Anlagen (Erbanlagen) eine Rolle, das belegen Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien. Jedoch sind die Erbanlagen nur einer von mehreren Faktoren. Es lässt sich auch kein einzelnes Gen ausmachen, das für die Entstehung einer Depression verantwortlich ist. Das Risiko für eine depressive Erkrankung eines Nachkommen steigt bei einem erkrankten Elternteil auf zehn bis 15 Prozent, sind beide Elternteile betroffen auf 30 bis 40 Prozent. Bei einem erkrankten eineiigen Zwilling steigt das Risiko für den anderen Zwilling auf unter 50 Prozent, sodass dadurch auch klar wird, dass es sich nicht nur um genetische Einflüsse handelt, die eine Depression auslösen können. Geschlecht Bei Frauen treten Depressionen zwei- bis dreimal so häufig auf wie bei Männern. Dies könnte mehrere Ursachen haben: Frauen unterliegen größeren hormonellen Schwankungen und sind deswegen anfälliger für Depressionen. Deshalb findet man beim „schwachen Geschlecht“ in den Wechseljahren oder kurz vor der Periode (prämenstruelles Syndrom, PMS) häufiger depressive Störungen. Außerdem neigen Frauen dazu, offener über ihre Gefühle zu sprechen und eher Hilfe in Anspruch zu nehmen als Männer, sodass unter den Männern eine höhere Dunkelziffer besteht. Dem „starken Geschlecht" fällt es schwerer, psychische Probleme ernst zu nehmen. Dies ist vor allem auch durch die unterschiedliche Erziehung und durch die unterschiedliche Rolle der Geschlechter in der Gesellschaft begründet.
Eisen: Mineralstoffe & Spurenelemente – gesunde Ernährung
Eisen ist das mengenmäßig bedeutsamste Spurenelement in unserem Körper. Als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin ist es essenziell für den Sauerstofftransport. Ein kleinerer Teil wird als Speichereisen in Leber, Milz und Knochenmark gespeichert. Daneben hat Eisen zahlreiche andere Stoffwechselfunktionen – zum Beispiel als Enzymbestandteil oder in der Entgiftung. Besonders reich an Eisen sind Vollkornprodukte und einige Gemüsesorten. Eisen aus tierischen Produkten wie Fleisch und Wurst kann in der Regel besser verwertet werden als Eisen aus Pflanzen. Ein Eisenmangel macht sich häufig in Form von Blässe, Müdigkeit, Schwäche, Haut- und Schleimhautveränderungen bemerkbar. Eisenmangel ist übrigens auch eine häufige Ursache von Haarausfall. Die tägliche Zufuhrempfehlung für Erwachsene liegt bei 10 Milligramm pro Tag (D-A-CH-Referenzwert). Frauen vor den Wechseljahren haben wegen der Regelblutung einen erhöhten Bedarf – hier wird die Zufuhrempfehlung mit 15 Milligramm angegeben.
Ursachen von Osteoporose
Da der Knochenstoffwechsel im Laufe des Lebens abnimmt, ist eine gewisse Abnahme der Knochensubstanz ganz normal. Bei manchen Menschen kommt es aber zu einer stärkeren Abnahme, es entwickelt sich eine Osteoporose. Gelegentlich lassen sich keine Ursachen finden. Eine Osteoporose ohne erkennbare Ursache kann in jedem Lebensalter auftreten. Meistens lässt sich aber eine Ursache für den Knochenschwund – beispielsweise entzündliche Erkrankungen des Darms – finden. Diese Krankheiten können Ursache für eine Osteoporose sein: Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel vermehrte Bildung von Kortisol, Parathormon oder Schilddrüsenhormonen), Hormonmangel (zum Beispiel von Östrogen), entzündliche Erkrankungen (zum Beispiel des Darms – etwa Morbus Crohn), bösartige Erkrankungen (zum Beispiel Plasmozytom), verminderte Aufnahme von Kalzium und Vitamin D aus dem Darm, verminderte Vitamin-D-Bildung in den Nieren Osteoporose durch Bewegungsmangel Auch Bettruhe und Bewegungsmangel (Immobilisation) können eine Osteoporose hervorrufen. Bewegung ist wesentlich für gesunde Knochen, denn sie regt den Knochenstoffwechsel an. Gerade bei Kindern führt Bewegungsmangel dazu, dass sich keine ausreichende Knochendichte entwickeln kann. Ganz wichtig: Es ist nie zu spät, um mit körperlicher Bewegung zu beginnen. Das gilt auch für Frauen und Männer, die bereits von Osteoporose betroffen sind. Für sie können spezielle Bewegungsübungen besonders hilfreich sein. Ernährung und Hormone sind von Bedeutung bei der Entstehung von Osteoporose Ebenso kann eine mangelhafte Ernährung Ursache für eine Osteoporose sein. Bei Jugendlichen mit Magersucht beispielsweise nimmt die Knochendichte ab, da sie zu wenig Kalzium mit der Nahrung aufnehmen. Auch die Grundbausteine für die Herstellung der Hormone, die am Knochenstoffwechsel beteiligt sind, werden dann nicht ausreichend aufgenommen. Zudem hemmt eine unzureichende Kalorienzufuhr auch den Aufbau der für die Bewegung benötigte Muskelmasse. Nach erfolgreicher Behandlung der Magersucht erholt sich die Knochendichte oft nicht mehr. Sie bleibt vermindert. Bei Magersüchtigen ist die Wahrscheinlichkeit, später eine schwere Osteoporose zu entwickeln, stark erhöht. Die geringere Östrogenproduktion nach den Wechseljahren kann ebenfalls eine Osteoporose begünstigen. Zudem können bestimmte Medikamente und möglicherweise auch genetische Faktoren zu einer Osteoporose beitragen. Da es andere Knochenkrankheiten gibt, die mit einem Knochenschwund einhergehen, müssen diese ausgeschlossen werden, bevor eine Therapie eingeleitet wird. Risikofaktoren für die Osteoporose Es gibt viele Faktoren, die die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen, sie aber nicht zwangsläufig hervorrufen müssen. höheres Alter, weibliches Geschlecht, bekannte Osteoporose in der Familie, Untergewicht, Bewegungsmangel oder Immobilisation, kalziumarme Ernährung, phosphatreiche Ernährung (zum Beispiel Cola-Getränke), geringe Sonnenbestrahlung, blonde, weißhäutige Typen, bei Frauen: späte erste Regelblutung und/oder frühe Wechseljahre (oder Entfernung der Eierstöcke), das heißt kurze Östrogenexpositionszeit, bei Männern: geringe Produktion von Testosteron (Hypogonadismus), Langzeittherapie mit Immunsuppressiva (zum Beispiel Kortikoide, Ciclosporin) wie sie zum Beispiel nach einer Organtransplantation notwendig ist, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Auch Alkoholkonsum, Nikotinabusus und die Therapie mit bestimmten Medikamenten, zum Beispiel Heparin oder Marcumar, können zur Entwicklung einer Osteoporose beitragen. Das Risiko, bei bestehender Osteoporose einen Knochenbruch zu erleiden, ist erhöht für Frauen und Männer die bei geringfügigem Anlass bereits einen Bruch erlitten haben,, mit erhöhtem Sturzrisiko,, die Schlafmittel einnehmen und/oder, mit Herz-/Kreislaufstörungen.
Scheidenpilz – Ursachen
Wird das natürliche Scheidenmilieu gestört, kann es zu einer Infektion kommen. Das sind die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Scheidenpilz. Milchsäurebakterien erhalten die natürliche Scheidenflora aufrecht und schützen sie so vor Infektionen. Durch äußere Einflüsse kann die Scheidenflora gestört werden. Dann sind schädliche Keime schneller in der Lage Infektionen in der Scheide auszulösen. Häufig handelt es sich dabei um den Hefepilz Candida albicans. Diese Faktoren begünstigen Scheidenpilz (Vaginalmykose): Abwehrschwäche, zum Beispiel durch Infektionen, bestimmte Medikamente (Kortikosteroide, Antibiotika), Chemotherapie, bestimmte Grunderkrankungen wie zum Beispiel ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Pille, Wechseljahre), stark übertriebene Intimhygiene (Intimwaschmittel, -sprays), eng anliegende Kleidung, synthetische Unterwäsche, eine extrem zuckerhaltige Ernährung, Stress, psychische Belastung, Übertragung von Erregern in der Sauna oder im Schwimmbad Welche Ansteckungsmöglichkeiten gibt es? Ansteckungsmöglichkeiten gibt es überall da, wo es warm und feucht ist, also zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, über feuchte Handtücher oder im Schwimmbad. Ist das Immunsystem stark genug, können die Pilze keinen Schaden anrichten. Dafür sorgen insbesondere die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) in der intakten Scheidenflora, die die Vermehrung der schädlichen Keime verhindern. Die Milchsäurebakterien bilden aus den gespeicherten Kohlenhydraten der Scheidenzellen Milchsäure und sorgen so für einen sauren pH-Wert in der Scheide. Bakterien und Pilze werden dadurch in ihrem Wachstum gehemmt. Etwa zehn Prozent aller Menschen sind mit Candida-Pilzen befallen, haben aber keine Beschwerden. Erst wenn das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört wird, kommt es zu einer Vermehrung der Pilze und damit zu einer Pilzinfektion.
Knochenstoffwechsel bei Osteoporose
Das Knochengewebe unseres Organismus wird ständig neu aufgebaut, umgebaut und wieder abgebaut. Etwa bis zum 35. Lebensjahr überwiegen die Aufbauprozesse, schon nach dem 35. Lebensjahr überwiegen die Abbauprozesse. Die Knochenmasse reduziert sich danach jährlich um 0,5 bis 1,5 Prozent. Bei der Osteoporose ist dieser Knochenabbau noch verstärkt, sodass die Knochendichte erheblich reduziert ist. Für den Aufbau beziehungsweise Abbau der Knochensubstanz sind verschiedene Zellarten verantwortlich: Osteoblasten für den Knochenaufbau, Osteoklasten für den Knochenabbau Kalzium und Vitamin D sind von großer Bedeutung für den Knochen Kalzium ist das wichtigste Mineral im Knochen und verleiht ihm die nötige Stabilität. 99 Prozent des körpereigenen Kalziums sind in den Knochen gespeichert, das macht bei gesunden Erwachsenen ein Kilogramm bei Frauen und eineinhalb Kilogramm bei Männern aus. Bei Osteoporose ist diese Menge deutlich reduziert. Ferner ist das Skelett auch Speicher für Mineralien wie Phosphor, Magnesium, Natrium und Kalium. Um das Kalzium in die Knochensubstanz einzubauen, benötigt der Körper Vitamin D. Vitamin D wird einerseits mit der Nahrung über den Darm aufgenommen, andererseits mithilfe des Sonnenlichts in der Haut aus Vitamin-Vorstufen gebildet. Hormone regulieren den Knochenauf- und abbau Reguliert werden diese Vorgänge zusätzlich durch verschiedene Hormone. Calcitonin, ein Hormon der Schilddrüse, hemmt die Osteoklastentätigkeit und damit den Knochenabbau und fördert den Einbau von Kalzium in den Knochen. Parathormon, das Hormon der Nebenschilddrüse fördert den Knochenabbau, setzt also Kalzium aus dem Knochen frei, wenn der Kalziumgehalt des Blutes niedrig ist. An der Regelung des Kalziums sind indirekt auch die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron beteiligt, da diese ebenfalls die Osteoblasten stimulieren und dadurch den Knochenaufbau fördern. Frauen nach den Wechseljahren haben aufgrund eines Mangels an Geschlechtshormonen ein höheres Risiko für Osteoporose.